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Das Kloster Reichenau war ein Benediktinerabtei im Baden-Württemberg.
Die Franken gründeten das Kloster nach der Unterwerfung der Alemannen 724 Reichenau. Es wurde zu einem der berühmtesten Klöster in Westeuropa. In das Kloster wurden nur Angehörige des Hochadels aufgenommen, in der zweiten Hälfte des 9. Jahrhunderts wuchs der Besitz des Klosters durch kaiserliche Schenkungen enorm an Karl III. Dieser Kaiser wurde im Kloster erzogen und nach seinem Tod 888 dort beigesetzt. Abt Hatto III (888-913) wurde vom Kaiser ernannt appointed Arnulf zum Erzbischof von Mainz und Kanzler der Heiliges Römisches Reich erhaben. Abt Alawich II. (997-1000) erhielt vom Papst das Privileg, dem Bischof von gleich zu sein Konstanz. (Recht der Päpstlichen und das Privileg der päpstlichen Weihe).
Nach dem Verzicht des Abtes Diethelm van Krenkingen (1196-1206), der seit 1189 auch Bischof von Konstanz war, begann eine Zeit des Niedergangs. Von 1296 bis 1306 wurde die Abtei nicht vom Abt, sondern vom Bischof von Konstanz als Statthalter geleitet. Abt Diethelm von Castell (1306-1343) versuchte, die Abtei zu reformieren, scheiterte jedoch daran, das Kloster für Mitglieder ritterlicher Familien zu öffnen. 1367 musste der gesamte Klosterbesitz verpfändet werden. 1402 lebten nur noch zwei Mönche in der Abtei.
1540 legte Abt Markus van Knöringen sein Amt zugunsten des Bischofs von Konstanz nieder. Fortan war der Fürstbischof von Konstanz auch Herr von Reichenau. Das Gebiet wurde von einem obersten Wächter regiert und in den Gebäuden wurde ein Priorat mit 12 Mönchen eingerichtet. Der Bischof konnte Reichenau keinen Sitz auf der Prälatenbank des Schwäbische Kreits zu erwerben. Versuche, die Abtei wiederherzustellen, scheiterten und 1757 wurde das Kloster vom Papst aufgehoben.
Obwohl Reichenau nicht mehr selbstständig war, wurde es im Reichsdeputationshauptschluss vom 25. Februar 1803. Absatz 5 fügte die ehemalige Abtei dem Kurfürstentum Baden.
Bereich
Zum Klostergebiet gehörten neben der Insel Reichenau auch die Dörfer Markelfingen, Sllensbach, Kaltbrunn, Wollmatingen, Allmannsdorf und Ermatingen.
Die Abteien Reichenau und St. Gallen haben die Weinkultur am Ufer des Bodensee etabliert. Ursprünglich für den persönlichen Gebrauch, bei Tisch und in der Messe gedacht, wurde später der Weinbau die Grundlage für das Überleben dieser Klöster.
Bemerkenswerte Geistliche
- Walahfrid Strabo, Abt von 842 bis zu seinem Tod 849
- Berno von Reichenau, Abt und Reformator der Gregorianischen Musik
- Hermann von Reichenau, Gelehrter, Komponist, Musikwissenschaftler, Mathematiker und Astronom
- Berthold von Reichenau, Chronist
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