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In einem Ballheft schrieb eine Dame an welchen Gentleman sie a tanzen hat versprochen.
In höheren Kreisen galt das gegenseitige Tanzen bis ins 19. Jahrhundert strengen Regeln. Nur auf ein Mädchen zuzugehen und sie zum Tanzen aufzufordern, kam nicht in Frage. Das war sehr unhöflich. Wenn ein Junge mit einem Mädchen tanzen wollte, musste er sich zuerst bei ihr melden Anstandsdame (Vorgesetzter, oft eine ältere Dame). Nach Erlaubnis des Betreuers schrieben sich Junge und Mädchen für einen bestimmten Tanz die Namen des anderen in ihr Ballbuch ein. Im Ballheft konnte man dann nachlesen, welcher Tanz für wen reserviert war. Wenn für den betreffenden Jungen ein Walzer reserviert war, tanzten beide beim nächsten next Walzer. Beliebte Damen hatten bald ihr Ballbuch voll. Nach dem 1900 es wurde „normaler“, zu tanzen, wenn man Lust dazu hatte, das Tanzen wurde zu einer Party und weniger formell. Als Ergebnis geriet das Ballheft in Vergessenheit. Bis zum die fünfziger der Ausdruck 'jemanden in dein Ballbuch eintragen' wurde noch oft verwendet, um anzuzeigen, dass man einen Termin mit jemandem wollte, ähnlich dem heutigen 'mit jemandem Zwieback will essen'.