WikiDer > Barbar
Barbar (auch bezeichnet als BBB) war, wie es sich selbst beschrieb, a Zeitschrift für Texte.
Geschichte
Barbar wurde in 1958 Gegründet von J. Bernlef, K. Schippers, G. Marken und Frits Jacobsen (vergangen nach der ersten Ausgabe) und existiert bis 1972. Insgesamt gab es 87 Ausgaben. Die meisten Zahlen haben ein längliches Format: eine längs gefaltet A-vier.
Das Magazin konzentrierte sich darauf, alles Mögliche zu veröffentlichen Text: Gedichte und Geschichten, aber auch Zeichnungen und Fotos. Die Texte sind oft auf den ersten Blick banal, haben aber eine starke poetisch Ladung.
das 'sechziger Jahre“, die dieses Magazin gegründet haben, widersetzen sich den verbalen Possen und weit hergeholten Bildern der fünfziger Jahre, die als poetische Erneuerer kaum akzeptiert worden waren. Sie plädierten für Realismus, für ein Vergrößerungsglas der Alltagsrealität. Barbar vertritt die internationale Bewegung der Neorealismus.[1]Eine der in verwendeten Textformen Barbar bekam den platz war der fertig, ein "gefundener" Text, wie eine Einkaufsliste oder eine Notiz, die irgendwo gefunden wurde. Die Aufmerksamkeit des Dichters verleiht einem solchen Text eine poetische Aufladung. buddingh', Bernlef und Schippers sind bekannte Praktiker dieser Kunstform.
Als Hommage an Barbar Gründung des Dichters von Apeldoorn Willem Biermann 1985 die Zeitschrift Prado on, die inhaltlich mit Barbarber verwandt ist. Dieses Magazin wurde 2015 von seinem Gründer eingestellt.[2]
Typische BBB-Texte
- DIE ENTDECKUNG
wenn du gut bist
du schaust dich um
siehst du das alles
ist farbig
- FATUM
Der Hund trinkt aus seinem Spiegelbild
die ganze Pfütze leer.
- keine Schere
Hey, das sieht aus wie eine Schere
Was liegt da auf dem Boden,' dachte ich,
'eine staubige, graugrüne Schere'
aber als ich genauer hinsah sah ich
dass es keine Schere war,
nur ein Gummiband, verschlungen
in Form der Schere
Literatur
Hans Renders, Barbar 1958-1971, Martinus Nijhoff, Leiden 1986 [138 S.]
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
|