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Barokviool

EIN Barockgeige ist eine Geige, die wie eine Geige im Barockzeit der Musik.

Begriffsdefinitionen

Der Begriff umfasst:

  • authentische Originalinstrumente aus der Barockzeit, die unverändert (selten) sind
  • umgebaute, einst modernisierte alte Instrumente
  • spätere Instrumente, die in einer Anordnung wie im Barock adaptiert wurden
  • moderne Nachbauten: neu gebaut nach alten Prinzipien (auch authentisch: die alten Geigen von heute waren damals neu)

Der Begriff „Barockvioline“ ist ein neuer Begriff und in der Kunstgeschichte sogar ungenau, da die Geige in ihrer äußeren Form und Funktion mehrere Jahrzehnte vor Beginn des Barock entstand.

Barockgeigen wurden in den letzten Jahrzehnten dank der historisch informierte Aufführungspraxis, wobei Geiger zu älteren Modellen des Instruments zurückkehren, um einen authentischen Klang zu erzielen.

Unterscheiden Sie sich von moderner Geige

Die Unterschiede zwischen einer Barockgeige und einer modernen Geige zeigen sich unter anderem in der Größe und Beschaffenheit von Hals, Griffbrett und Saitenhalter.

Der Hals war weniger gewinkelt, etwas breiter, flacher und genagelt. Instrumente aus dem frühen 17. Jahrhundert (oder deren Nachbildungen) haben einen ca. 2 cm kürzeren Hals, was das Spielen des damals in der Armkrümmung liegenden Instruments erleichtert. Die Brücke war dann auch 2 cm näher am Saitenhalter als zu Beginn des 18. Jahrhunderts.

Das Griffbrett ist kürzer, wurde zuerst aus Buchsbaum, später aus Ahorn, teilweise mit einer dünnen Ebenholzschicht, gefertigt.

Der Kamm "Barock" hat eine etwas andere Form in Höhe und Dicke. Die etwas flachere Bogenform fördert das Akkordspiel.

Barockgeigen sind fast immer mit Darmsaiten ausgestattet, im Gegensatz zu den üblicheren Metall- und Kunststoffsaiten bei einem modernen Instrument.

Barocke Geigen werden mit einem Bogen oder Bogen gespielt, der wie in der Barockzeit gefertigt wird, anstelle des modernen Tourte-Bogens.

Barockgeigen haben keine Kinnstütze und werden ohne Schulterstütze gespielt (siehe unten).

Stimmung

Je nach Region wurden Stimmungen zwischen 392 Hz und 466 Hz gefunden (Details siehe auch Sprachton). Aus rein praktischen Gründen haben sich die meisten heutigen Ensembles auf 415 Hz für das Barock- und 432 Hz für das klassische Repertoire geeinigt.

Haltung und Spieltechnik

Anders als das moderne Instrument wird die Barockvioline meist ohne Schulter- oder Kinnstütze gespielt. Das Instrument wird direkt auf das Schlüsselbein oder die Schulter gelegt. In selteneren Fällen wird es über der Brust gehalten, wie es bis Anfang des 18. Jahrhunderts üblich war und auf alten Fotografien zu sehen ist. Diese Posen erfordern eine grundlegend andere Technik der linken Hand beim Positionswechsel.

Die unterschiedliche Konstruktion, die Darmsaiten, der historisch korrekte Bogen und die historische Spielweise führen zu einem sehr charakteristischen Klang, der sich stark von dem der modernen Geige unterscheidet. Sowohl die Beherrschung dieses Klangs als auch die damit verbundene historische Aufführungspraxis und Spielhaltung erfordern eine angepasste Spieltechnik, die heute in den meisten Musikschulen und Meisterkursen gelehrt wird.

Georg Muffat schrieb 1698 über die möglichen unterschiedlichen Bogenlagen:

"Beim Greifen des Bogens spielen die meisten Deutschen, indem sie ihr Haar mit dem Daumen nach unten drücken, und unterscheiden sich darin von den Walisern, die das Haar unberührt lassen."

Quellen

Web-Links