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Ben Sijes
Ben Sijes
Ben Sijes (1965)
Allgemeine Information
Vollständiger NameBenjamin Aaron Sijes
Geboren12. Januar1908
GeburtsortAmsterdam
Verstorben12. Juli1981
Ort des TodesAmsterdam
LandDie Niederlande
BerufHistoriker
Arbeit
Berühmte WerkeDer Februarstreik (1954), Das Arbeitsengagement (1966)
dbnl-Profil
Portal  Portalsymbol  Geschichte
NIOD-Publikation: Ben Sijes - The Razzia of Rotterdam 10-11 November 1944. Click for pdf.

Ben Sijes (Amsterdam, 12. Januar1908Amsterdam, 12. Juli1981) war ein NiederländischHistoriker und Professorin. Jahrzehntelang war er einer der wichtigsten Mitarbeiter der niederländischen Nationales Institut für Kriegsdokumentation und hat unter anderem ausführlich über die Februar-Streik, die Zwangsarbeit der Niederländer im nationalsozialistischen Deutschland und die Zigeunerverfolgung in den Niederlanden während der Zweiter Weltkrieg.

Lebenszyklus

Sijes stammte aus einer Familie armer jüdischer Arbeiter. Sein Vater war Zigarrenhersteller in der Nieuwe Kerkstraat, seine Mutter stammte aus einer Familie von Diamantpolierer. Aus dieser Ehe gingen zwei Kinder hervor: Ben und eine jüngere Schwester.

Wie viele andere junge Leute aus dem gleichen Viertel in Amsterdam wuchs Sijes in einer „roten“ Kultur auf, in der die Mitgliedschaft in der SDAP war selbstverständlich. Nach seinen eigenen Worten war es jedoch nicht die SDAP als Partei, die Sijes in seiner politischen Entwicklung geformt hat. Viel beeindruckender waren die Treffen von Arbeitergruppen, die heftig über ein Thema diskutierten, aber immer einstimmig endeten. In Straßendebatten Anfang der 1930er Jahre, wie in Sarphatistraat und Amstelveld, regte sich die linke Opposition, die sich von der SDAP löste. Sijes sympathisierte mit dieser Bewegung, schloss sich ihr aber nicht an. Bald fand er sich beim GIC wieder, einer Gruppe von Ratskommunisten, von was Anton Pannekoek, Jan Appel und Henk Canne Meijer waren die markanten Figuren.

Sijes heiratete 1938 Greetje van der Hulst. Sie war ein Mädchen aus einer nichtjüdischen Familie, ganz an der SDAP orientiert. Um für ihr Einkommen zu sorgen, ging er zur Arbeit als Metallarbeiter. Er war es immer noch, als die Deutschen im Mai 1940 die Niederlande besetzten. wenn Elektroschweißgerät hat er das gemacht? Februar-Streik ab 1941 hautnah. Was er in seiner Studie darüber schreibt, wie sich streikende Arbeitergruppen von Amsterdam-Nord über die IJ-Fähre über die Stadt verteilten, hat er wohl selbst erlebt. Ende 1942/Anfang 1943 musste Sijes untertauchen, eine Zeit, die er weitgehend mit Selbststudium ausfüllte.

Arbeit

Nach der Befreiung fand Sijes sofort eine Anstellung bei der Nationales Amt für Kriegsdokumentation, die bereits in Kriegszeiten von Prof. Dr. N.W. Posthum, der Gründer der IISH. Sijes begann hier sein Studium über die Februar-Streik. Dieses Werk wurde bei seiner Veröffentlichung im Jahr 1954 von der Kommunistische Partei Niederlande, weil Forderungen von Führungskräften dieser Partei auf die organisierte Initiative für diesen Streik, insbesondere die des CPN-Führers Paul de Groot, wurden von Sijes widerlegt. Sijes' Hauptwerk kann jedoch als seine Studie über die Arbeitsengagement, von denen mehrere Hunderttausend niederländische Arbeiter direkt die Folgen erlitten hatten. Die Zahl der Arbeiter, die ihr Leben verloren, wird von Sijes auf 8500 geschätzt.

Die Arbeiten an der Arbeitsbindungsstudie mussten mehrere Jahre auf ihren Abschluss warten, da Studien zur Verfolgung der Juden wurden vorrangig behandelt. Für 'War Documentation' schrieb Sijes 1960 eine Hintergrundstudie über Adolf Eichmann, die von der israelischen Staatsanwaltschaft im Eichmann-Prozess erfolgreich eingesetzt wurde. Direkt als Erweiterung seiner Eichmann-Studie (eine Studie, die sich nicht weniger mit den Komplizen in seinem Umfeld beschäftigte) trat Sijes als Sachverständiger im Prozess gegen Erich Rajakowitsch auf. Rajakowitsch regierte neben Wilhelm Zöpf (auch bekannt als Willy Zöpf), der deutsche "Referent", der für die Deportationen der Juden in die besetzten Niederlande verantwortlich war, eine Zeit lang Sonderreferat IV B 4 für "Jüdische Angelegenheiten". Als Ergebnis von Sijes' Aussage wurde Rajakowitsch zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Das war kurz, aber im Wien 1965 ein großer Sieg für die Anklage.

Von 1970 bis 1973 war er außerordentlicher Professor an der Universität Leiden.[1]

Tod

1980 wurde Krebs diagnostiziert, an dem Sijes nach einem Jahr starb. Er wurde begraben auf Zorgvlied. Bei der Beerdigung wurde es von seinen beiden Söhnen gesprochen, Loe de Jong, Simon Speijer und Simon Wiesenthal.

Hauptwerke

  • Der Überfall auf Rotterdam, 10.-11. November 1944-11 (1951)
  • Der Februarstreik, 25.-26. Februar 1941 (Erstausgabe 1954, mehrere Nachdrucke)
  • De Arbeidszet: die Zwangsarbeit der Niederländer in Deutschland (Erstdruck 1966, später Nachdruck)
  • Studien zur Judenverfolgung (1974)
  • Zigeunerverfolgung in den Niederlanden 1940-1945 (1979)

Quellen

  • Ben Sijes, Ich habe vergessen etwas zu sagen, Hrsg. H.J.W. Becht (1978) - ISBN 90-230-0304-7
  • Richter Roegholt, Ben Sijes. Eine Biographie, Hrsg. Sdu (1988) - ISBN 90-12-05840-6

Verweise

  1. B. A. Sijes, Einige marxistische Ansichten über die Eroberung der politischen Macht in den letzten siebzig Jahren. Antrittsvorlesung, Cleveringa Chair, Universität Leiden, 26. November 1970.
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