WikiDer > Blutdoping
Blutdoping ist eine Form von Doping und eine künstliche Möglichkeit, die Sauerstofftransportkapazität des Blutes zu erhöhen. Bereits im sechziger Jahre die Wirkung war bekannt.
Blutdoping unterscheidet sich von herkömmlichen Dopingformen dadurch, dass körpereigene Substanzen verwendet werden und nicht z. Steroide oder Hormone. Der Effekt ist ähnlich dem von Erythropoietin (epo); die Zahl der Blutkörperchen wird künstlich erhöht, um eine bessere Leistung zu erzielen. Epo stimuliert jedoch die Produktion von roten Blutkörperchen, beim Blutdoping werden diese einfach eingenommen und später wieder injiziert. Besonders effektiv ist Blutdoping bei Ausdauersportarten, wie z Radfahren und Leichtathletik.
Wochen bis Monate vor der zu erbringenden sportlichen Leistung wird dem Sportler Blut abgenommen, das durch Plasma oder einen Ersatzstoff ersetzt wird. Kann auch gespendetes Blut verwendet werden, die jedoch im Gegensatz zu Ihrem eigenen Blut zurückverfolgt werden können. Das Plasma aus dem gesammelten Blut wird von den roten Blutkörperchen getrennt und nur die Blutkörperchen werden bis zu mehreren Monaten eingefroren gelagert. Nach einiger Zeit werden die verminderten Blutkörperchen vom Körper ersetzt und der Blutspiegel ist wieder normal. Einige Tage bis eine Woche bevor der Athlet seine Leistung erbringen muss, werden die verminderten Blutkörperchen in den Körper zurückgeführt, sodass mehr Blutkörperchen als normal vorhanden sind. Dies erhöht die Ausdauer des Sportlers, da er mehr Sauerstoff aufnehmen und die Muskeln effizienter nutzen kann. Die Wirkung hält einige Wochen an und lässt dann nach.
Blutdoping kann in der nicht nachgewiesen werden Urin aber nur im Blut sind diese Tests nicht ganz unumstritten. Betrachtet werden die Antikörper im Blut, die sich von Person zu Person leicht unterscheiden. Außerdem kann Blutdoping nur bei Verwendung von Blutspenden (homologe Transfusion) nachgewiesen werden, nicht bei Verwendung von Eigenblut (Eigenbluttransfusion).
Die größte Gefahr des Blutdopings ist ein Anstieg der Viskosität (Viskosität) des Blutes, die Thrombosen verursachen und lebensbedrohlich sein kann.
Operation Puerto
Im Jahr 2006 brach ein riesiger Aufstand aus, als die Guardia Civil in einem spanischen Labor eine große Menge an Blutbeuteln und Transfusionsmaterial fand. Angeblich waren mehr als 200 Sportler beteiligt. Unter den 200 Sportlern befanden sich 47 Radsportler, aber auch große Namen aus Tennis, Formel 1 und Fußball sollen sich dieser illegalen Form des Dopings schuldig gemacht haben; das Operation Puerto. Besonders für die Tour de France, dem wichtigsten Rennen des Jahres, hatte die Affäre schwerwiegende Folgen, denn viele berühmte Fahrer wurden von ihrem Radsport-Team suspendiert. Laut Medien wurde der Sport „vergiftet“ und die Tour „enthauptet“. Während der Tour 2007 wurde ein weiterer Fahrer erwischt, diesmal Alexander Vinokurov.