WikiDer > Boykott
EIN Boykott ist im ursprünglichen Sinne das Abbrechen von (Handels-)Beziehungen zu einem Land, einem Unternehmen oder einer Person. Im weiteren Sinne ist es auch ein Verzicht, etwas zu tun, zum Beispiel eine Wahl zu boykottieren, um eine Erklärung abzugeben.
Die Gründe für einen Boykott können politischer Natur sein oder dazu dienen, sich zu rächen oder jemanden zu isolieren.
Das Wort stammt aus Irland, wo der harte englische Steward Charles Cunningham Boykott (1832–1897) wurde von seinen Mietern so gehasst, dass sie 1879 komplett isoliert.
Bekannte (Aufrufe zu) Boykotts in der Geschichte umfassen
- der Ruf des indischen Führers Mahatma Gandhi keine englischen Produkte kaufen
- das Arabischer Boykott von Israel und Zionismus seit 1922
- das Busboykott von Montgomery die 1955 begann und zum Ende der Rassentrennung in Bussen führte
- das Boykott der S-Bahn in West-Berlin die von 1961 bis 1983 dauerte
- Ölboykott der OPEC-Länder gegen westliche Länder, die Israel hatte dabei geholfen Jom-Kippur-Krieg, die 1973 zum Ölkrise
- der Boykott von südafrikanisch Produkte zum Zeitpunkt der Apartheid-Politik
- der Boykott jüdischer Geschäfte in Deutschland und Österreich, während und in den Jahren vor der Zweiter Weltkrieg
- Olympische Spiele 1956 im Melbourne wegen der Rolle der Sovietunion in dem Ungarischer Aufstand
- der Boykott der Olympia 1980 im Moskau
- der Aufruf zum Boykott der Mini-Fußballweltmeisterschaft 1980 im Uruguay