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Burcht Reichenberg
Burg Reichenberg
Burg Reichenberg
OrtReichenberg, Flagge von Deutschland Deutschland
Koordinaten50° 10′ N, 7° 46′ O
Allgemeines
SchlosstypHohe Burg
Eingebaut1319
Detailkarte
Burg Reichenberg (Rheinland-Pfalz)
Burg Reichenberg
Liste der Schlösser in Deutschland

Das Burg Reichenberg (Deutsche: Burg Reichenberg) ist eine mittelalterliche Festung über der Stadt Reichenberg in dem Rhein-Lahn-Kreis, Rheinland-Pfalz.

Seit 2002 ist das Schloss Teil des UNESCOWeltkulturerbeOberes Mittelrheintal. Aufgrund seiner Lage im Hasenbachtal dahinter St. Goarshausen die Burg ist relativ unbekannt. Dennoch ist sie eine der speziellsten Burganlagen des Landes.

Geschichte

Die Erbauer des Schlosses waren die Grafen von Katzenelnbogen, der sich vom Unterhüter zu einem der mächtigsten Grafen des deutschen Mittelalters entwickelte. Unter Graf Wilhelm I. wurde 1319 mit dem Bau begonnen und bei seinem Tod 1331 waren nur noch die bewohnbaren übrig Schildmauer mit den beiden 40 Meter hohen flankierenden Türmen, dem östlichen Vorburg und stellte die Fundamente der westlichen Hauptbrücke fertig. 1352 wurde die Burg von den Erben Eberhard und Willem II. van Katzenelnbogen geteilt. Graf Willem II van Katzenelnbogen änderte das ursprüngliche Baukonzept und ließ seine Burg auf dem Gelände der Vorburg errichten. Bis 1358 wurde ein geräumiges Gehege mit zur Verteidigung gebaut Kasematten im Osten und Süden, die ältesten in Deutschland. Durch Erbschaft ging die Burg 1479 in den Besitz der Grafschaft über Hessen-Rotenburg.

Nach einer Belagerung wurde die Burg in den Jahren 1649-1651 restauriert. Das Gebäude verlor jedoch bald seinen militärischen Wert und wurde nur noch als Verwaltungssitz genutzt. Bis 1806 war Reichenberg eine hessische Festung; 1821 wurde der Komplex an Moses Aron zum Abriss verkauft. Der Archivar und Schlossenthusiast Friedrich Gustav Habel erwarb das Gebäude 1836 und trug maßgeblich zu seiner Erhaltung bei. Der nächste Besitzer, Baron Wolfgang von Oettingen, ließ ein neues Wohnhaus im historischen Stil errichten. Bis 1956 war die Familie von Oettingen Schlossbesitzer, die viel für den Erhalt des Gebäudes für die Zukunft taten.

Das dreigeschossige halbrunde Wohnhaus weist für Mitteleuropa ungewöhnliche Säulenkonstruktionen auf und weist architektonische Details auf, die auf die syrischen Kreuzfahrerburgen zurückgehen. Nachdem der erste Turm der Schildmauer 1814 wegen Einsturzgefahr gesprengt werden musste, stürzte 1971 auch der zweite Turm ein. Auch ein Teil des Hauptgebäudes stürzte ein, so dass die Zwischengeschosse fehlen. Stahlkonstruktionen mussten die Burg vor weiterem Verfall schützen.

2010 kaufte ein Unternehmer aus dem Ruhrgebiet das Schloss für 561.000 Euro. Neben dem Schloss und dem Haus gehören 80 Grundstücke zum Anwesen. Es ist zu hoffen, dass sich der neue Eigentümer für den Erhalt der Ruine einsetzt.[1]

Externer Link

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