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EIN Schlossherrin ist ein Gürtel oder Gürtel, der um die Taille getragen werden kann und an dem verschiedene Utensilien, sogenannte Geschirre, hängen.[1] Sowohl Männer als auch Frauen trugen Chatelaines vom 16. bis zum 19. Jahrhundert. Der Name kommt vom französischen Wort Schlossherrin, bezeichnet die Schlossherrin oder einen großen Haushalt, die oft einen Gürtel mit einem daran befestigten großen Schlüsselbund trugen.[2] Neben ihrem praktischen Nutzen wurden Chatelaines auch oft als Schmuck oder Verlobungssymbole getragen. Chatelaines wurden hauptsächlich auf dem europäischen Festland und in den Vereinigtes Königreich sich verhalten. Form und Ausführung von Chatelaines unterscheiden sich je nach Zeitraum, je Land und manchmal sogar je nach Region.
Geschichte
Männermode
Mit dem Aufkommen der Herrenmode mit Taschen um 1680 war das Tragen von Chatelaines bei Männern weniger verbreitet als bei Frauen. Bis dahin trugen Männer oft ein Messer in der Tasche. Mantel, ein Uhr, eine Tasche und manchmal eine Tabakschachtel an seinem Gürtel.[1]
Ende des 18. Jahrhunderts kamen auf dem niederländischen Land und in den Fischerdörfern sogenannte Gentlemen-Chatelaines in Mode.[1] Die Leute begannen, alle möglichen Gegenstände an ihre Uhr zu hängen, wie Uhrenschlüssel, Siegel und verschiedene Reize im Zusammenhang mit ihrem Beruf. Diese wurde auf der rechten Rückseite auf Taillenhöhe getragen. Im 19. Jahrhundert wurden die Chatelaines mit einem einzigen Uhrschlüssel und zwei Siegeln, die nur zur Dekoration getragen wurden, einfacher.
Frauenmode
Frauen trugen alle möglichen Gegenstände zu ihrer Chatelaine, die sie regelmäßig im Haushalt oder im Beruf verwendeten.[1] Im 17. Jahrhundert trugen Frauen alle möglichen Nähutensilien, einen Schlüsselbund, eine Tasche und ein Messer in einer Scheide. Insbesondere das Nähzeug war weit verbreitet und bestand hauptsächlich aus einer Schere, einem Fingerhuthaus mit Fingerhut, einem Nadelkissen und Röhren für Nadeln, Ahle und Pinzette. Die verschiedenen Geschirre wurden oft hinzugefügt oder ersetzt und waren daher nicht immer im gleichen Stil. Auch Silberschmiede hatten oft unterschiedliche Spezialisierungen, so dass sich verschiedene Geschirre an einem Gürtel im Stil unterschieden. Der Gürtel bestand normalerweise aus Metallkettengliedern.
Im 18. Jahrhundert wurden Messer und Schlüsselbund nicht mehr gebraucht und die Gürtel wurden oft aus Stoff und Leder gefertigt.[1] Der Auftritt einer Chatelaine sagte viel über den Status der Frau aus, die sie trug.[2] Reiche Frauen trugen einfach üppiger verzierte Chatelaines aus kostbaren Materialien mit weniger praktischem Charakter als etwa eine Haushälterin. Im Westfriesland chatelaines wurden bis zum Ende des achtzehnten Jahrhunderts getragen. Im Friesland bis ins neunzehnte Jahrhundert blieb die chatelaine Teil einiger traditionelle Kostüme.[1]
Externer Link
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