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Chojna
Dieser Artikel behandelt den Ort Chojna. Für die gleichnamige Gemeinde siehe Chojna (Gemeinde).
chojna
Königsberg in der Neumark
Stadt in PolenFlagge von Polen
Waffe
Chojna (Vorpommern)
chojna
Ort
WoiwodschaftWestpommern
KreisPowiat Gryfinskic
Gemeindechojna
Koordinaten52° 58′ N, 14° 25′ O
Allgemeines
Oberfläche12,12 km²
Einwohner(2005)7099
(586 Einwohner/km²)
Identifikationsnummer32060
Portal  Portalsymbol  Polen

chojna (Deutsche: Königsberg in der Neumark) ist ein Stadt in dem PolierenWoiwodschaftWestpommern, liegt in den powiatGryfinski und Gemeinde chojna. Die Fläche beträgt 12,12 km², die Einwohnerzahl beträgt 7099 (2005).

Geschichte

Bereits im 10. Jahrhundert wurde hier an einem slawischen Handelsplatz ein Ankerplatz gebaut. Im 12. Jahrhundert stand es unter der Herrschaft von Barnim I., dem Herzog von Pommern, der sich vom polnischen König losgelöst hatte und einen Platz in der Deutsches Kaiserreich. Der Herzog hat den Platz gespendet Jungfrau Burger Stadtrechte und rekrutierte Bürger aus dem Norden Deutschlands, um sich dort niederzulassen. Die „terra Königsberge“ kam 1248 mit einer weiteren Grenzbestimmung an die benachbarten Markgrafen Brandenburg die ihr Eigentum an den deutschen Kaiser übergaben und dieser die Deutscher Orden damit 1402. Das Hussiten verwüstete die Gegend (die Neumark) bei ihren Überfällen, doch die Stadt Königsberg hielt durch. Die Markgrafen erhielten die Neumark 1455 wieder in den Händen. Im 14. Jahrhundert entwickelte sich die Stadt zu einem Zentrum des Getreidehandels. Die Marienkirche und das Rathaus wurden ein Jahrhundert später in besonders reicher Backsteingotik errichtet. Die lutherische Reform wurde nach 1539 eingeführt. Im 17. Jahrhundert wurde der mittelalterliche Wohlstand durch die Gewalt des Krieges zerstört (de Dreißigjähriger Krieg) und die daraus resultierenden Epidemien. 1809 wurde die Stadt zum Verwaltungszentrum der Neumark aber industriell wenig entwickelt, da Wachstum im Schatten der nahegelegenen Hafenstadt stettin musste stattfinden. Zwischen 1800 und 1880 verdoppelte sich die Einwohnerzahl von über 3.000 auf 6.600, aber danach wuchs sie nicht mehr. Die Russen brannten daraufhin die Innenstadt zu zwei Dritteln nieder. Im Juni wurde der Ort an die polnischen Behörden übergeben und sie vertrieben die letzten Einwohner (siehe Vertreibung der Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg. Zuerst nannten sie die Stadt „Władysławsko“, dann „Królewiec“, ein Name, der eine Übersetzung aus dem Deutschen ist. Schließlich wurde daraus „Chojna nad Odr“. Die Ruine des Rathauses wurde 1986 soweit restauriert, dass darin ein Kulturzentrum errichtet werden konnte. 1994 wurde die Ruine der ehemaligen Marienkirche mit Geldern aus Deutschland restauriert. Die Einwohnerzahl der Stadt hat sich seit der Vorkriegszeit kaum erhöht: 2010 lebten hier 7.400 Menschen.

Geboren in Königsberg

  • Otto Friedrich Butendach (1730–1798), calvinistischer Theologe, dessen renommierte Bibliothek mit 6.000 Bänden 1945 von den sowjetischen Behörden beschlagnahmt wurde und seitdem weitgehend verschwunden ist
  • Carl Friedrich von Beyme (1765–1838), Justizminister in Berlin
  • Adalbert Kuhn (1812–1881), Philologe und Herausgeber derZeitschrift für vergleichende Sprachforschung auf dem Gebiete der Indogermanischen Sprachen
  • Hermann Scheffler (1893-1933), KPDBeamter in Berlin, wurde als "vorne verrotten’ Kämpfer hingerichtet im Jahr 1933 von der SA
  • Rolf-Dieter Hütteroth (1930–2010), Professor für Geographie in Nürnberg mit dem Schwerpunkt Naher Osten

Verkehr und Transport

St. Mary `s Kirche
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