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Cilli Wang (Wien, 1. Februar1909 - Dort, 10. Juli2005) war ein in Österreich geborener Holländer Tänzer, Komiker und Theatermacher.Wang war zunächst als Tänzer und später als Komiker in Österreich und Deutschland bekannt. Als Österreich 1938 zum Großdeutschen Reich aufging, floh es in die Niederlande und beantragte Asyl. Nach dem Zweiten Weltkrieg spielte sie mit verschiedenen niederländischen Kabarett-Ensembles und spielte bis in die 1970er Jahre Soloauftritte.
Frühe Jahre (1909-1937)
Zäzilie Wang (Cilli war ihr Spitzname und Künstlername) studierte Tanz in Wien. Ihr Debüt als Tänzerin gab sie 1929, wo sie zu Recitals von tanzte Ernst Ceiss. 1932 heiratete sie den österreichischen Schriftsteller, Dichter und Philosophen Hans Schlesinger, Autor des Solostücks Harlekinade, in dem Wang das Solo aufführte. 1932 ging sie nach Berlin und spielte für verschiedene Kabarettkompanien wie Werner Fincks Cabaret, Der Blaue Vogel und Die Pfeffermühle van Erika Mann. 1936 gründete sie mit ihrem Mann das Kabarett de Fröhliche Landtmann in Wien.
Verbannung (1938-1945)
1938 traten Wang und ihr Mann in Schweden auf. Während dieser Tour wird die Anschluss Platz zwischen Österreich und Nazi-Deutschland. Da sowohl Wang als auch Hans Schlesinger Juden waren, fürchteten sie um ihr Leben und wanderten in die Niederlande aus. 1939 und 1940 trat Wang mit der ABC-Kabarett von Wim Kan und Corry Vonk, & sie hatte Gastauftritte im Kabarett De Mallemolen van Cor Ruys. Wang machte auch einige Soloauftritte mit Tanz und Liederabenden in Amsterdam und Scheveningen und spielte in der Revue. Wang schuf eine Vielzahl magischer und absurder Charaktere, wie Max und Moritz, eine Dame aus Den Haag, eine Ballerina, einen Fensterputzer und eine Tiroler Bäuerin. Sie verwendete Tanz, Pantomime, Schauspiel, Clownerie, Musik, Text und Akrobatik, um die Charaktere darzustellen. Im Mai 1940 wurden die Niederlande von Nazi-Deutschland besetzt und bald ergriffen die Besatzer antijüdische Maßnahmen. 1941 erhielten sie einen Aufruf zur Deportation in ein Arbeitslager (ein Nazi-Euphemismus für ein Vernichtungslager). Wang und ihr Mann misstrauten dem Anruf und suchten ein Versteck.
Spätere Jahre (1945-1971)
Im April 1945 erlag Hans Schlesinger den Folgen seines erschöpfenden Daseins als Untergetauchter. Wang überlebte den Krieg und kehrte nach der Befreiung zur Arbeit zurück. Sie trat im Kurhaus-Kabarett von Cor Ruys auf, spielte erneut in Wim Kans ABC-Kabarett und machte 1946 ihr erstes Solo-Tanzprojekt. Erstmals gab es keine Lesungen, nur die Klavierbegleitung von Wim de Vries. De Vries wurde ihr ständiger Vorgesetzter. Sie spielte wieder einige Charaktere und feierte mit ihren Shows überall Triumphe. 1952 wurde sie als niederländische Staatsbürgerin eingebürgert. Sie spielte bis 1971. In diesem Jahr ging Wim de Vries in den Ruhestand und Wang fand es auch genug. 1975 kehrte sie in ihre Heimatstadt Wien zurück. Sie blieb Niederländerin, obwohl sie der österreichischen Regierung keinen Vorwurf machte, dass ihre gesamte Familie von den Nazis ermordet wurde. Da sie sich in Wien heimisch fühlte, lebte sie dort bis zu ihrem Tod am 10. Juli 2005.

Geister
Cilli Wang (1947)
Das modische Tanzpaar

Salon Giraffe

der Geizhals
Quellen
- Hannah Alkema, Die wunderbare Welt von Cilli Wang. Amsterdam: 1996
- Ger Van Leeuwen, „Bestimmt zum ewigen Leben: Die Welt der Cilli Wang im Theatermuseum“. Im: Musik und Tanz 9 (1981)
- (und) Cilli Wang im Jüdischen Frauenarchiv