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Cinema Royal
Cinema Royal im Jahr 1962
Bernard Drukker, Dirigieren hinter der Orgel (1960)

Kino Royal war ein Amsterdam Kino auf dem Nieuwendijk 154-156 mit einem Rückgang am Neue Nieuwstraat 10. Cinema Royal wurde am 8. Februar 1922 eröffnet.

Das Design stammt von Harry Elte und Gerard F. Mastenbroek. Das Kino wurde 1921-1922 mit vielen Sitzplätzen für diese Zeit gebaut: 1400. Die Vorderfassade enthielt dekoratives Mauerwerk und Buntglasfenster. Das Interieur wurde im 'orientalischen Stil' eingerichtet. Die Fassade war größtenteils aus Ziegeln gebaut und nüchtern gehalten, obwohl einige Dekorationen hinzugefügt wurden. Auch der große Saal zeichnete sich durch Schlichtheit und Nüchternheit aus. Das Wochenmagazin Het Leven schrieb begeistert: "Der Balkon ist wie ein Theater, ein wunderbarer Raum. Schöne elektrische Kronen geben in der Pause ein vornehmes Licht, aber leise." Die Innenausstattung stammt von Der Bienenstock. Mastenbroek entwarf später als unabhängiger Architekt die Kinos Scala und Corso in Amsterdam.

Jan Roosenkrans, Betreiber und späterer Chefbetreiber von Royal, hatte einige Kritik und erinnerte daran, dass die fünf oder sechs Stangen in der Haupthalle die Sicht versperrten. Das Publikum ließ sich von guten Filmen sicherlich nicht abschrecken. Es Allgemeine Fachzeitschrift bemerkte am 19. Februar 1922, dass "trotz aller Unwohlsein dies ein Zimmer ist, das vollständig in Bronze dekoriert ist". Cinema Royal konzentrierte sich auf Anwohner, hauptsächlich Menschen aus den unteren Einkommensschichten, Kleinunternehmer und Arbeiter. Die niedrigen Eintrittspreise ermöglichten vielen den Besuch des großen Volkstheaters und die Toreinnahmen waren hoch. Die Direktoren von Royal waren echte Geschäftsleute. So erinnerte sich Regisseur Nathan Bierman in einem Interview zum zwölfeinhalbjährigen Jubiläum im September 1934 in Die Menschen: "Wir hatten drei Ränge - ersten, zweiten, dritten - aber wenn es ging, haben wir alles zuerst gemacht. Waren sie alle die ersten bis achtzig Cent von der hinteren bis zur ersten Reihe. Kinder? Zwei auf einem Stuhl." In der Pause gab das Theater Bühnenaufführungen von Künstlern aller Art, wie z Jongleure, Akrobaten, Sänger und komplette Orchester.

1926 kam der Organist Bernard Drukker im Cinema Royal und spielte es dort Konzertorgel. Von 1925 bis 1932 begleitete er Hunderte von Filmen. Nach dem Aufkommen des Tonfilms blieb er noch einige Jahre als Begleiter von Varieté-Künstlern, er sorgte auch für den wöchentlichen Gemeinschaftsgesang im Theater. Nach einem Brand wurde das Kino 1978 abgerissen. Cinema Royal verwandelte sich nach dem Abriss in eine Marktfleischhalle. Mitte der Jahre Neunzig der gesamte Komplex wurde abgerissen; Neubau kam.