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Claude Lanzmann (Paris, 27. November1925 - Dort, 5. Juli2018[1]) war ein Franzose Philosoph, Journalist und Professor im Dokumentarfilm an der European Graduate School in Saas-Fee (Schweiz).
Leben und Arbeiten
Lanzmann war Editor aus dem Magazin Les Temps Modernes, die gegründet wurde von Jeaun Paul Sartre und Simone de Beauvoir.
Sein bekanntestes Werk, die mehr als neunstündige Dokumentation shoah von 1985, ist eine Geschichte der history Holocaust in Form von Interviews mit Betroffenen, Zeugen und Beteiligten. Lanzmann interviewt sich selbst und geht ohne weiteres auf einen offenen Ansatz ein. Der Film wird von vielen als der wichtigste Dokumentarfilm zu diesem Thema angesehen.
1993 wurde Lanzmann von der Stiftung für Künstlerwiderstand 1942-1945 geehrt mit dem Widerstandspreis der Stiftung Künstlerwiderstand.
Claude Lanzmann war der ältere Bruder des Schriftstellers, Texters und Drehbuchautors Jacques Lanzmann (1927-2006), der vor allem durch seine langjährige fruchtbare Zusammenarbeit mit Jacques Dutronc.
Lanzmann starb 2018 im Alter von 92 Jahren in seiner Heimat Paris.
Filmografie
- Elise ou la Vraie Vie (1970) (Co-Drehbuchautor)
- Israel, warum? (1973)
- shoah (1985)
- Tsahal (1994). Dokumentarfilm über die israelische Armee.
- Un vivant qui passe (1997). Siehe unter Sobibor.
- Sobibor, 14. Oktober 1943, 16 Stunden (2001). Interview mit einem Überlebenden des NS-KZ-Aufstands Sobibor in der von der Nazi-s besetzten Polen, gefolgt von einem Interview mit einem Schweizer, der als Repräsentant der Rotes Kreuz machte einen Inspektionsbesuch im tschechischen 'Modellcamp' Theresienstadt.
- Lichter und Schatten (2008)
- Le Bericht Karski (2010)
- Le dernier des ungerechten (2013)
- Napalm (2017)
- Les quatre soeurs (2018)
Im Jahr 2015 ein Dokumentarfilm von HBO über die geschichte von shoah, betitelt Claude Lanzmann: Gespenster der Shoah.[2]
Literatur
- Les Temps Modernes. - Année 1, Nr. 1 (Okt. 1945) - .... - Paris : s.n., 1945-.... Versch. 1x im Monat. - Année 41 wurde in der Zählung zweimal ausgezeichnet, sowohl für die Nr. 456-467 (1984/85) als auch für die Nr. 468-481 (1985/86). ISSN 0040-3075.
- shoah / Claude Lanzmann, mit einem Vorwort von Simone de Beauvoir. Aus dem Französischen übersetzt von Peter Klinkenberg. Amsterdam: Die Arbeiterpresse, 1986. 228 p. ISBN 9029527463 , 9789029527460. Ursprünglich veröffentlicht als: shoah. Paris: Fayard, 1985. Texte aus dem Film.
- Texte, die bei der Verleihung des Widerstandspreises 1993 der Stiftung für Künstlerwiderstand 1942-1945 an Claude Lanzmann, den Schöpfer der Shoah, am Dienstag, den 4. Mai 1993, in der Nieuwe Kerk in Amsterdam überreicht wurden / Hrsg. Hanne Depmann, Laudatio von Etty Mulder (Vorsitzende der Stiftung). Übersetzt von Agnès Vincenot ... ua Nijmegen: SUN, 1993. 46 p. ISBN 90-6168-395-5 . Herausgegeben auf Anfrage und in Zusammenarbeit mit der Stiftung für den Künstlerwiderstand 1942-1945. Titel auf dem Cover auch: Claude Lanzmann, Schöpfer von Shoah. Enthält auch Text von Claude Lanzmann.
- Der patagonische Hase / Claude Lanzmann. Aus dem Französischen übersetzt von Marianne Kaas. Amsterdam: De Arbeiderspers, 2011. 488 S. ISBN 9789029575256 . Ursprünglich ausgegeben als: Le lièvre de Patagonie: Memoiren. Paris: Gallimard, 2009. ISBN 9782070120512. Autobiographie.
- Zwei Texte über Shoah / Claude Lanzmann. Chip, Band 5, Foundation Promotion Literature Education, Nijmegen 1995, p. 18, https://www.dbnl.org/tekst/_tsj001199501_01/_tsj001199501_01.pdf.
Externe Links
- Dirk Verhofstadt. Der patagonische Hase. Im: Liberale, 18. November 2011.
- Etty Mulder. shoah, Meisterwerk der ewigen Gegenwart . Im: Chip, Band 5, Foundation Promotion Literature Education, Nijmegen 1995, p. fünfzehn.
Verweise
- ↑(fr) Claude Lanzmann, le réalisateur de « Shoah », est mort, Le Monde 5. Juli 2018, letzter Zugriff am 5. Juli 2018.
- ↑Claude Lanzmann: Gespenster der Shoah, canvas.be