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Ziehharmonika | ||||
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Das Ziehharmonika ist eins zu eins Kordelzugbeutel ähnlich Musikinstrument und gehört zur Familie der aerophone. Normalerweise haben beide Seiten, auf denen sich die Stimmzungen befinden, eine sechseckige Form. Aus der (deutschen) Ziehharmonika wird später de Bandoneon entwickelt. Ein verwandtes Musikinstrument ist das Chemnitzer Ziehharmonika, das eng mit dem Bandoneon verwandt ist.
Die Ziehharmonika hat eine Reihe von Unterarten:
- Die anglo-deutsche (oder anglo-) Ziehharmonika. Es ist ein variabler Ton (d. h. Drücken erzeugt einen anderen Ton als Ziehen) und diatonisch;
- Die englische Ziehharmonika, monoton (Schieben und Ziehen erzeugt den gleichen Ton) und chromatisch, Töne werden zwischen links und rechts aufgeteilt;
- Die Duett-Konzertina, monoton, mit tiefen Tönen links und hohen Tönen rechts, erleichtert das zweistimmige Spielen.
Im Gegensatz zu Kordelzugbeutel und Akkordeon Ziehharmonikas haben keine 'Akkordknöpfe' auf der linken Seite, sondern werden auf beiden Seiten für Melodien verwendet.
Englische Ziehharmonika
Im Jahr 1844 hat der britische Physiker Charles Wheatstone seine englische Ziehharmonika als Fortsetzung eines am 19. Juni 1829 erteilten Patents für die Vorgängerin der Ziehharmonika, die Symphonie. Die englische Ziehharmonika zeichnet sich durch die geteilte linke und rechte Seite aus chromatisch Serie zeigen. Aufgrund dieser Aufteilung eignete es sich besonders als Melodieinstrument, meist mit Klavierbegleitung. Die Chromatik und die Links-Rechts-Aufteilung waren die eigentliche Innovation.
Wheatstone interessierte sich besonders für wissenschaftliche Literatur in französischer Sprache, was zu früheren Veröffentlichungen über Instrumente mit Zungen raus waren ihm bekannt. Im Londoner Musikladen seines Onkels wurden alle Arten von Musikinstrumenten angeboten, darunter deutsche, französische und österreichische Manufaktur. Während seines Praktikums bei seinem Onkel lernte er moderne Rohrblattinstrumente kennen. Da er laut Onkel nicht über die nötigen technischen Fähigkeiten verfügte, brach er sein Praktikum vorzeitig ab. Nach dem frühen Tod seines Onkels übernahm er zusammen mit seinem Bruder das Musikgeschäft seines Onkels und seines Vaters.
Wheatstone verließ St. Petersburg a Sheng (ein chinesisches Instrument mit klingenden Zungen).
Im Kontrast zu Carl Friedrich Uhlig und anderen Instrumentenbauern in Wien oder Paris interessierte sich Wheatstone für die Ziehharmonika wegen ihrer Fähigkeit, akustische Phänomene zu studieren. Charles Wheatstone verdankt seinem Bruder viel, dass seine Ideen monetarisiert wurden. Die technische Entwicklung hing nicht nur von Wheatstone ab. Schon früh wurden Experten wie die Schweizer Uhrmacher Louis Lachenal und John Crabb für die Produktion engagiert. Lachenal war für die technische Ausführung und Crabb für das Design verantwortlich. Charles Wheatstone führte zahlreiche Berechnungen und Experimente durch, die sich direkt auf die Ziehharmonika beziehen. Er suchte nach Legierungen für die Zungen, die einen besseren Klang hatten und gestimmt blieben. Die Symphoniumblätter wurden zunächst aus Silber und später sogar aus Gold gefertigt, während für die englische Ziehharmonika schließlich Stahl verwendet wurde.
Die englische Ziehharmonika war zunächst ein Instrument der Oberschicht. Trotzdem entwickelte sich in England bald ein Boom; 1850 gab es bereits 100 Fabriken zur Herstellung der englischen Ziehharmonika. Die Ziehharmonikas wurden teilweise in luxuriösen Ausführungen gefertigt und mit beispielsweise goldenen oder silbernen Knöpfen aufgeführt. Einer der führenden Virtuosen der Wheatstone-Konzertina war Giulio Regondi. Regondi spielte die Ziehharmonika im Rahmen der Konzertreise 1840-1841 in Wien. Regondi und Kollegen wie Johann Dubez sprachen normalerweise von melophon statt Ziehharmonika, obwohl das ein anderes Instrument war.[1] Aufgrund der Konzertreisen von Dubez erregte die Ziehharmonika bis in die späten 1880er Jahre außerhalb Englands Aufmerksamkeit.
Siehe auch
Externer Link
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