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Das CUDOS-Standard, erstmals 1942 formuliert bis 1942 Robert K. Merton,[1] ist ein Satz von vier Werten (mit abgeleiteten Normen), die Praktiker von Forschung berücksichtigen sollte. Der Name bezieht sich auf die englischen Initialen: CKommunismus, SIEUniversalismus, distinteressiert und Öorganisiert soKeepizismus.
Diese Standards lassen sich auf Folgendes reduzieren:
- Kommunismus (Community): Wissen ist ein Produkt gemeinsamer Anstrengungen und sollte daher veröffentlicht werden. Es sollte als kollektives Eigentum betrachtet werden, jedoch ist eine ausdrückliche Nennung des Entdeckers erforderlich.
- Universalismus (Universalismus): Die Arbeit muss ohne Blick auf die Person beurteilt werden; Geschlecht, Nationalität, Status etc. dürfen bei der Bewertung keine Rolle spielen.
- Desinteresse (Uneigennützigkeit): Eigeninteresse oder Gruppeninteresse sollten in der Wissenschaft keine Rolle spielen. So wird unter anderem sichergestellt, dass Betrug und Plagiate verhindert werden.
- Organisierte Skepsis (organisiert Skepsis): Die Forschungsergebnisse und Methoden müssen wissenschaftlichen Kollegen präsentiert werden, damit diese Kritik üben können. Es ist wichtig, dass klar ist, wie die Ergebnisse erzielt wurden, damit offene Diskussionen geführt werden können. Siehe auch Peer-Review zur Umsetzung dieses Standards in die Praxis.
Eine alternative Interpretation des Buchstabens O wird von John Ziman . gegeben[2]. Hier steht das O für Originalität (Englisch: Originalität). Ein Wissenschaftler muss unabhängig sein und in einer sehr individualistischen Kultur leben können. Man muss sich Fragen stellen, die noch nicht gestellt wurden und deshalb neue Themen und Probleme aufwerfen. Originalität sorgt dafür, dass die Wissenschaft fortschrittlich ist.
Vor dem Hintergrund der Kommerzialisierung des Hochschulsystems wird darüber diskutiert, Standards hinzuzufügen oder bestehende zu ändern. So der Philosoph und Soziologe Jürgen Habermas bevor es in CUDOSH umgewandelt wird, weil die Norm "individuell" huhonesty' (individuelle Aufrichtigkeit) fehlte auf der Liste.[3]
Das ist im Wesentlichen was wünschenswert ist, aber nicht für Anforderungen, nach Kriterien, was "wissenschaftlich" ist. So kann beispielsweise von einem Industrielabor natürlich nicht verlangt werden, seine wissenschaftlichen Forschungsergebnisse zu veröffentlichen: Eine vorzeitige Veröffentlichung würde eine Patentanmeldung unmöglich machen. Obwohl die Erteilung eines Patents letztendlich eine Veröffentlichung impliziert (eine gesetzliche Anforderung), entscheiden sich viele Unternehmen auch dafür, ihre Forschungsergebnisse geheim zu halten. Auch die Vertraulichkeit erschwert den Austausch mit kritischen Wissenschaftlerkollegen, sofern diese nicht demselben Unternehmen angehören. Und ein Industrielles Forscher arbeitet keineswegs selbstlos: Sein Arbeitgeber muss mit seiner Arbeit Geld verdienen. Das ändert natürlich nichts daran, dass ein Unternehmen beispielsweise nicht aufgrund manipulierter Forschung fälschlicherweise behaupten darf, ein Arzneimittel habe keine Nebenwirkungen.
Verweise
- ↑Merton, R. K. (1942) Die normative Struktur der Wissenschaft In: R. K. Merton, Wissenschaftssoziologie: Theoretische und empirische Untersuchungen Chicago, IL, University of Chicago Press, 1973
- ↑Ziman, J. (2000) Real Science: Was es ist und was es bedeutet. Cambridge University Press, Cambridge, Großbritannien.
- ↑Habermas, J. (1990) Moralisches Bewusstsein und kommunikatives Handeln. Cambridge: Polizei.