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Daniel Kehlmann
Daniel Kehlmann, 2009

Daniel Kehlmann (München, 13. Januar 1975) ist ein deutscher Schriftsteller und Essayist. Er lebt abwechselnd in Wien und Berlin.

Leben

Kehlmann ist der Sohn eines Regisseurs und einer Schauspielerin. Die Familie ist eingezogen 1981 böse Wien. Später hat er dort studiert Philosophie und Literaturwissenschaft. Er promovierte mit einer Arbeit über Immanuel Kant. Von 2001 bis Mitte 2007 hielt Kehlman Gastvorlesungen über Poesie an Universitäten in Mainz, Wiesbaden und Göttingen. Seitdem ist er hauptberuflich als Autor tätig.

Arbeit

Kehlmann veröffentlichte seinen ersten Roman Beerholms Vorstellung (1997) - über einen Illusionisten, der plötzlich glaubt, wirklich zaubern zu können - noch während seines Studiums. Sein Durchbruch kam 2005 mit Die Vermessung der Welt ("Measuring the World"), über zwei geniale Männer, die unabhängig voneinander den absurden Plan zur Vermessung der Welt konzipieren; der Weltreisende Von Humboldt tut dies, indem er in die Welt hinausgeht und sich durch Dschungel und Wüsten bewegt, der Mathematiker Gauß von zu Hause aus.

Die Vermessung der Welt erreichten in Deutschland Rekordauflagen. Das Buch war über ein Jahr auf Platz 1 der Bestsellerliste und wurde eineinhalb Millionen Mal verkauft. Entsprechend Die New York Times es war 2006 das zweitbeste Buch der Welt. Der Roman wurde in vierzig Länder übersetzt.

Kehlmanns Roman .. erschien 2009 rühm ('Ruhm'). Ungeachtet der Frage der Kritiker, ob die "große" WeltliteraturBesorgt oder nicht, Kehlmann erreicht mit diesem Buch wieder einmal riesige Auflagen (innerhalb eines Jahres 300.000 Exemplare).

Als Schriftsteller wird Kehlmann manchmal charakterisiert als magischer Realist, verwandt mit lateinamerikanischen Schriftstellern wie Gabriel García Márquez. Er spielt sozusagen mit Realitäten und sucht immer die Grenzen der Realität. Kehlmann stützt seine Romane kaum auf autobiografische Daten, sondern erfindet seine Hauptfiguren selbst und rückt dann experimentell in ihre Perspektive. Ihm geht es weniger um die Identifikation, sondern vor allem um die Spannung, die sich aus der Frage ergibt, ob die Hauptfiguren mit ihren bemerkenswerten Unternehmungen Erfolg haben oder scheitern: eine Spannung, die er auch während des Schreibprozesses zu erleben behauptet.

Auch Kehlmans Werk ist nicht frei von Humor, was auch dazu führt, dass seine Bücher (trotz einer gewissen philosophischen Ausrichtung) einem breiten Publikum zugänglich sind.

Preise

Kehlmann wurde mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung (2006), den Per-Olov-Enquist-Preis (2008) und den Thomas-Mann-Preis (2008).

Veröffentlichte Werke

  • Beerholms Vorstellung. Roman.
  • Unter der Sonne. Geschichten.
  • Mahlers Zeit. Roman.
  • Vom heftigsten Ort. Novelle.
  • Ich und Kaminski (Niederländisch: Ich und Kaminski). Roman.
  • Die Vermessung der Welt (Niederländisch: Die Welt vermessen). Roman.
  • Wo ist Carlos Montufar? Aufsätze.
  • Diese ernste Scherze. Göttinger Poetikvorlesungen. 2007.
  • Requiem für einen einzigen Hund. Ein Gespräch (mit Sebastian Kleinschmidt). 2008.
  • rühm. Ein Römer in der neuen Geschichte (Niederländisch: Ruhm). 2009.
  • F. 2013.
  • Du hättest gehen sollen (Niederländisch: Du hättest gehen sollen). Novelle. 2016.
  • TIJL. 2017.

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