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David Kimchi

David Kimchi, auch bekannt als AkronymRaDaK (Narbonne, 1160 - Dort, 1235) war ein jüdischRabbi, Philologe, und Bibelexeget.

David Kimchi war der Sohn des Rabbiners Joseph Kimchic und der jüngere Bruder von Moses Kimchi. Zwischen 1205 und 1218 spielte er eine herausragende Rolle im öffentlichen Leben von Narbonne und machte sich einen Namen in der Verteidigung des Rufs von Raschi. Im Konflikt um Maimoniden er reiste 1232 an Toledo für die Unterstützung der Schüler von Yehuda ibn Al-Fakar für Maimoniden gewinnen. Im Briefwechsel der beiden Gelehrten kann man Kimchis Verteidigung von Maimonides sowie die Kritik an Ibn Al-Fakar lesen.

Kimchis Erstlingswerk ist eine philologische Abhandlung über die Hebräische Sprache, Michlol ("das Ganze"). Diese Arbeit gliedert sich in eine Grammatik und ein Lexikon. Letzteres erschien vor 1480 als Sefer ha-Shorashim ("Buch der" Möhren“). In diesen Büchern gibt er eine systematische Zusammenfassung der Arbeit seines Vaters und seines Bruders auf dem Gebiet der Hebräische Grammatik. Das Michlol war unkonventionell, wurde aber im sechzehnten Jahrhundert von Elijah Levita stark propagiert und auch von den ersten christlichen Hebraisten als Johannes Reuchlin und Sebastian Münster verwendet und übersetzt (in Latein). Ihre eigenen philologisch Arbeit baut auf David Kimchi auf.

Ein Großteil des Materials von Michlol ist zusammengefasst in Et Sofer ("Griffel des Sofer (Schriftsteller)"), ein Handbuch für Kopisten der Bibel. Die Fragen rund um Qere und Ketiv (der Unterschied zwischen den gelesenen und geschriebenen Buchstaben) in der Masoretischer Text des Tora werden hier behandelt. Kimchis exegetische Tätigkeit begann mit einem Kommentar zu den Büchern der Chronik. Später schrieb er auch Notizen zu Genesis, alle Propheten und auf dem Buch von Psalmen. Seine exegetische Methode ist die der wörtlichen historischen Exegese, de pescha. Ohne solide philologische und grammatikalische Kenntnisse kann die Bibel nicht richtig interpretiert werden. Dafür wurde er in reformatorischen Kreisen geschätzt. Seine ausdrückliche Kritik an der christlichen Auslegung einiger Psalmen wurde jedoch nicht gewürdigt.

Kimchi war nicht nur Philologe und Exeget, sondern auch philosophisch belesen. In exegetischen und wissenschaftlichen Diskussionen finden wir bei ihm denselben nüchternen Rationalismus wie bei Avraham Ibn Esra und Maimoniden. In seinen exegetischen Werken finden wir auch regelmäßig philosophische Bemerkungen, die das Textverständnis fördern, aber auch ein allgemeines religiöses Interesse zeigen sollen.

Literatur