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De Coolen
Die Coolen
Naturschutzgebiet
De Coolen (Belgien)
Die Coolen
Ort
LandBelgien
Koordinaten50° 47′ N, 5° 35′ E
Information
Oberfläche0,0034 km²
VerwaltungLimburger Landschaft vzw

Die Coolen ist ein Mergelbruch und Naturschutzgebiet an der Grenze der Teilgemeinden Millen und Val-See. Es wird betrieben von Limburger Landschaft vzw.

Der Name des Gebietes bedeutet: Die Gruben.

Das Gebiet besteht aus einem kleinen Hangwald, unter dem sich ein mittelgroßer Mergelbruch befindet, dessen Tunnelsystem eine Länge von ca. 1 km umfasst. Im Tunnelsystem wurden einige Fossilien gefunden.

Geschichte

Der Mergelbergbau begann vermutlich schon in der Römerzeit, wie die Entdeckung eines römischen Grabes im Jahr 1868, nur 150 Meter vom heutigen Eingang entfernt, bezeugt. Dieses Grab wurde aus Mergelblöcken gebaut. Da waren außerdem Weinterrassen gefunden worden, die wahrscheinlich aus der gleichen Zeit stammen, als die Römer es mit Mergel gedüngt haben.

Die ersten schriftlichen Erwähnungen des Steinbruchs stammen aus dem Jahr 1286, auch in späteren Besitzurkunden wurde er erwähnt, von der Mergelgewinnung ist jedoch nichts erhalten, nicht einmal Inschriften in den Gängen selbst. Ein einziger Text mag aus der Zeit um 1500 stammen, aber er ist so verwittert, dass er nicht mit Sicherheit festgestellt werden kann. Erst um 1800 begann der Mergelabbau, und Untersuchungen ergaben, dass ein Viertel der Inschriften aus dem 19. und drei Viertel aus dem 20. Jahrhundert stammen.

Ab 1900 wurde im Steinbruch auch der Pilzanbau betrieben, später war sogar geplant, diesen Steinbruch mit Abfall zu verfüllen. 1988 kam der Steinbruch schließlich nach Limburgs Landschap, woraufhin die Gänge gereinigt und mit Zäunen und Gittern versehen wurden. Das Tunnelsystem ist nicht begehbar, um den Fledermäusen Ruhe zu bieten.

Fauna

Die Gänge dienen als Überwinterungsplatz für Fledermäuse. Es wurden sechs Arten gefunden: Gemeine Langohrfledermaus, Wasserfledermaus, bärtige Fledermaus, Seefledermaus, Bechsteins Fledermaus und Fransenkuchen. Außerdem findet man die Steinmarder, es Sedierung, das Eichel Maus, das Krawatte und der Höhlenspinne.

In der Umgebung wurden Bäume und Sträucher zum Wohle der Tiere gepflanzt. In den 1970er Jahren war die Umgebung des Hains eine großflächige parzellierte Landwirtschaftsfläche, in der Wachtel, graue Ammer und Schleiereule kann gefunden werden.

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