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Der arme Poet
Von dem armen Dichter
(Der arme Dichter)
Von dem armen Dichter
KünstlerCarl Spitzweg
Jahr1839
TechnikÖl auf Leinen
Maße36,2 × 44,6 cm
MuseumNeue Pinakothek
OrtMünchen
Portal  Portalsymbol  Kunstkultur

Von dem armen Dichter (Niederländisch: Der arme Dichter) ist ein Gemälde des Deutsche Maler Carl Spitzweg, Hergestellt in 1839, 36,2 × 44,6 Zentimeter groß. Es zeigt einen schäbigen Dichter in einem kalten Dachzimmer, gemalt im Stil der Romantik, mit Elementen aus dem Biedermeierzeit. Das Gemälde war Teil der Sammlung der Neue Pinakothek zu München.

Kontext

Als er 1839 das hier besprochene Werk schuf, war Spitzweg ein angehender Künstler, der zuvor nur zwei kleine Gemälde verkauft hatte. Er reiste viel und kannte das Leben in einem Dachzimmer aus erster Hand. In den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts wohnte er lange im obersten Stockwerk eines Hauses in Alt-München und schrieb in einem seiner Briefe: "Die Aussicht ist großartig, <...>, die Dächer ähneln einer großen Bergkette, mit den Schornsteinen und Dachfenster als Ruinen und Burgen".[1]

Unter den Dächern Münchens entwickelte sich außerhalb der Akademie eine autonome Künstlergemeinschaft, die von den Romantik. Spitzweg studierte zunächst Apotheker, entschied sich aber schließlich für den Malerberuf. Das Zeichnen und Malen brachte er sich selbst bei, im Kreise von Freunden, darunter der Dichter Mathias Etenhueber, der als Vorbild diente Von dem armen Dichter. Sie lebten in ärmlichen Verhältnissen. Künstler verdienten wenig, Dichter noch weniger als Maler. Was jedoch ansprach, war das geschaffene Bild des isolierten Genies, das alles der Kunst widmete.

Bild

Studie, ebenfalls von 1839.

Spitzweg zeigt seinen Dichter auf einer Matratze liegend, in einer Art Flickenmantel und Nachtmütze, tief unter der Bettdecke, Schal. Alles deutet darauf hin, dass es im All kalt ist. Durch das auffallend helle Fenster oben links sehen wir schneebedeckte Dächer. Der dunkle Ofen darunter ist draußen, ein Bündel Papiere mit der Aufschrift "Operum meor, phase III" und "IV", wahrscheinlich Manuskripte, die als Anzündmaterial auf Brennmaterial warten. Am kalten Rohr hängt ein Zylinder. Links ist ein Gehstock an der Wand. Alle Standardattribute in der Ausstattung eines damaligen Gentlemans.

Ein bemerkenswertes Element ist der Schirm über dem Bett, der Schutz vor dem tropfenden Regenwasser bieten soll. Regenschirme wurden seit dem 18. Jahrhundert verwendet, bei Spitzweg werden sie jedoch erstmals als eigenständiges Element in einem Gemälde verwendet, wahrscheinlich hauptsächlich der malerischen Wirkung hinzugefügt.

Charakteristisch für das Gemälde ist die Schreibfeder, die der Dichter zwischen den Zähnen hält und damit anzeigt, dass er unermüdlich weiterarbeitet. Über seinem Bett ist a HexameterDiagramm, das den Zähler anzeigt. Neben seinem provisorischen Bett steht ein Stapel klassischer Bücher mit Aufschriften wie "Gradus ad Parnassum", die die hohen Ideale des Künstlers widerspiegeln. Allerdings scheint er einen Floh zwischen den Fingern zu zerquetschen, was andererseits als Kontrast die Banalität der Situation zum Ausdruck bringt.

Um 1839 war Spitzweg noch mehr Zeichner als Maler und Von dem armen Dichter dies ist auch in den klaren und klaren Linien deutlich sichtbar, fast wie später eingefärbt. Der Einfluss der sentimental-romantischen Ideen ist unverkennbar, aber auch die Biedermeier-Stil ist vor allem in dem Wunsch nach Häuslichkeit und dem Streben nach einem Bürgerlichen erkennbar BohemienExistenz, die sich teilweise in den verschiedenen Attributen widerspiegelt. Die Verbindung mit der armen Umgebung gibt dem Ganzen a parodie Aussehen. Die Gedichte, die einst als ewig gelten sollten, werden dem Ofen geopfert, sobald sie etwas Wärme spenden können.

Das Thema des armen Dichters war damals keine Seltenheit und spiegelt sich in der Literatur wie auch in der Malerei wieder. Spitzweg leitete den Titel seines Werkes von einem gleichnamigen Theaterstück von ab August von Kotzebue ab 1812.

Geschichte

Die fast identische Version, die 1989 aus der Nationalgalerie gestohlen wurde.

Spitzweg fertigte 1839 zwei fast identische Versionen von Von dem armen Dichter.[2] Eines der beiden verkaufte er an einen privaten Käufer, das andere stellte er noch im selben Jahr im Kunstverein München und später bei . aus Hannover und Regensburg, wo es in der Presse eine "ehrenvolle Erwähnung" erhielt. Das Werk wurde im 19. Jahrhundert zu einem der beliebtesten Gemälde in Deutschland und als Stich weit verbreitet.

Das hier besprochene Werk, mit dem Spitzweg auch 1839 und 1840 ausstellte, gelangte 1887 als Geschenk eines Cousins ​​des Malers, der es besaß, in die Sammlung der Neuen Pinakothek in München. Die andere Version landete im Nationalgallerie zu Berlin.

Diese letzte Version wurde dort 1976 vom ulay erwähnten Künstler Frank Uwe Laysiepen, der das Werk jedoch wenige Stunden später zurückgab.[3]

Am 3. September 1989 erschien das Gemälde zusammen mit Spitzwegs Der Liebesbrief wieder gestohlen, grob aus der Wand gezogen, danach nie wieder gesehen. Bemerkenswert ist, dass nicht weniger als 36 von Spitzwegs Gemälden auf der Liste der fehlenden Werke stehen, was vielleicht mit den handlichen Formaten, aber vielleicht noch mehr mit der Popularität seines Werkes in Deutschland zu tun hat.[4]

Literatur und Quellen

  • Rose Marie und Rainer Hagen: Was großartige Gemälde sagen, Benedikt Taschen Verlag, Köln, 1994, S. 590-595. ISBN 3-8228-4790-9
  • Norbert Wolf: Romantik. Taschen/Librero, Köln/Kerdriel, 2010, S. 78-79 und 66-67. ISBN 9783836525718
  • (das) Von dem armen Dichter auf der Website der Pinakothek

Externer Link

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