WikiDer > Derevnya
EIN derevnja (Russisch: деревня) ist das allgemeine Wort für Dorf im Russland und anderen slawischen Ländern. In der Praxis wird es meist für Dörfer mit einigen Dutzend bis mehreren Hundert Häusern verwendet, deren Bewohner hauptsächlich in der Landwirtschaft und Handarbeit und wo es oft (aber nicht immer) keine Kirche gibt (viele Kirchen wurden während der Sowjetzeit abgerissen). Es ist mit Abstand am häufigsten Ortstyp in Russland, obwohl nur ein kleiner Teil der Bevölkerung dort lebt. Die anderen beiden Haupttypen von nicht-städtischen Dörfern in Russland sind selo und posjolok.
Derevnjas erkennt man oft an den Endungen auf -a (zum Beispiel Petrowka) oder -o (zum Beispiel Andryushino).
Name und Geschichte
Das Wort stammt möglicherweise aus dem Russischen deroe (деру) oder drat (драть) und hätte ursprünglich soviel bedeutet wie „den Waldboden roden“ oder „Neuland aufbrechen“. Der Name wurde erstmals im 14. Jahrhundert irgendwo im Nordwesten Russlands erwähnt und verbreitete sich von dort aus in andere Teile Zentralrusslands und darüber hinaus.
Im historischen Sinne wurde eine derevnja oft als kleine landwirtschaftliche Siedlung bezeichnet, die sich von a . unterschied selo aufgrund der Größe (ein Derevnja war kleiner als ein Selo) und dem Fehlen einer Kirche oder eines Herrenhauses (der Knechtschaft existierte in Russland formell bis 1861). In der Sowjetzeit unterschieden sich Derevnyas von Selos dadurch, dass in letzteren die Herrschaft der a Selsowjet saß. Auch kleinere Siedlungen (Weiler, Weiler etc.) wurden und werden beispielsweise als vyselok, potchinok, Khutor oder zaimka. Lokale Varianten der Derevnja sind kishlak (Bergdorf in Zentralasien), aul (Bergdorf im Kaukasus), du bist oder sjen (armenisches Dorf), stanitsa (großer Kosak Derevnja, besonders auf der Don und der kuban). Solche Namen wurden in der russischen Literatur oft als Derevnja bezeichnet.
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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