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Discards

Rückwürfe in dem Angeln sind Fänge, die zwar an Deck kommen, aber dann wieder über Bord geworfen werden. Gründe dafür können sein:

  • die (Fisch-)Art kann nicht verkauft werden
  • die Fische sind kleiner als die gesetzliche Länge
  • die erlaubte Fangmenge ist bereits erreicht (Fangquote)
  • ein zu einem späteren Zeitpunkt erzielter Fang ist rentabler als ein zuvor verarbeiteter Fang, und es gibt keinen Platz, um den früheren Fang an Bord zu behalten: indem man den früheren Fang zurückwirft, schafft man Platz für den wertvolleren Fang (hochgradige).

Rückwürfe (wörtlich: "abgelehnt") umgehen Fangstatistiken, was zu Fehlern bei Schätzungen der verfügbaren Fischmenge führen kann (siehe Fischereibiologie).

Rückwürfe können eine wichtige Nahrungsquelle sein für Seevögel sein.

Seit 2016 gilt das sogenannte Rückwurfverbot. Mit diesem Gesetz ist die Europäische Union Fischer, zu kleine Fische an Bord zu halten. Dieser Fisch wird von der jährlichen Fangquote abgezogen, darf jedoch keinen Handelswert haben. In der Folge kommt es zu Protesten der Fischereiindustrie, weil dieses Gesetz die Rentabilität der Schiffe stark schmälern würde.

Siehe auch