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Edmond Theodor Van Hove (Brügge, 7. Juni1851 - 12. Mai1913) war ein Belgier Maler, der in Brügge lebte, Gent und Antwerpen wohnte.
Leben und Arbeiten

Edmond Van Hove war das achte Kind von Jan Van Hove und Isabella Hooghuys. 1871 zog er nach Paris, wo er Kurse an der Ecole des Beaux Arts. 1875 kehrte er nach Brügge zurück, wo er 1890 an die Akademie berufen wurde. 1898 malte er sein berühmtestes Werk, Die drei Schwesterstädte (mit Bezug auf Gent, Brügge und Antwerpen), ein Werk bestehend aus drei Tafeln von 70 x 53 cm. Jede Stadt wird symbolisch durch eine Mädchenfigur dargestellt. 1899 ließ sich Van Hove in Antwerpen nieder, zog 1902 nach Gent und kehrte 1910 schließlich nach Brügge zurück. Er malte „religiöse Szenen, die er zu seiner Zeit meist in Brügge verortete, historische Szenen, Porträts (besonders schöne Kopfsteinpflaster) und allegorische Szenen“.
In dem Gröningemuseum in Brügge gibt es ein Selbstbildnis (1879) und ein Triptychon mit drei darstellenden Personen Geschichte, Tempus und Legende.
Die drei Schwesterstädte

Der Dichter Karel Louis Ledeganck schrieb De Drie Zustersteden (Antwerpen, Gent und Brügge) 1846, ein Jahr vor seinem Tod (19. März 1847). Anlässlich seines 50. Todestages wurde beschlossen, ihm in Eeklo eine Statue zu errichten. Vermutlich interessierte sich Edmond Van Hove damals für Ledeganck und seine Three Sister Cities. Vielleicht war er am 29. August 1897 bei der Enthüllung der Ledeganck-Statue dabei. Ein Jahr nach der Einweihung der Statue vollendete er sein Gemälde The Three Sister Cities, drei gleiche Tafeln von 70 mal 53 auf Holz, jede mit der Signatur des Künstlers unten links und der Jahreszahl 1898 unten in Druckbuchstaben, Schwesterstädte und oben findet man über jeder Symbolfigur die Wappen der drei Städte. Jede Tafel hat einen goldbemalten Rahmen mit fruchtverzierten Säulen nach dem Vorbild der Brüggeer Maler des 16. Jahrhunderts wie z.B. Lanceloot Blondeel deren architektonische Dekoration oft die Szene dominiert. Oben auf jeder Tafel steht eine Inschrift für jede Stadt: links „Gent die Dappere“, in der Mitte „Brugge die Schoone“ und rechts „Antwerpen die Weelderige“. Zwischen den Sockeln der Säulen befinden sich die Verse aus Ledegancks Gedichten in Druckbuchstaben, die die allegorische Szene illustrieren.
Vor dem Gent: Und doch liebe ich dich jetzt noch, o Gent! Wie ein Spross edlen Blutes.Vor dem Brügge: O lange gefeierte Jungfrau der reichsten Städte! Du trägst immer noch das Zeichen des Adels an deinen Gliedern, Ein Strahl der Pracht vergangener Zeiten schwebt noch immer um dich herum.Und für Antwerpen: Sie schmücken die Krone immer noch mit Ihrer dreifachen Krone aus Können, Reichtum und Kunst.
Jede Stadt wird symbolisch durch eine Mädchenfigur dargestellt. Die linke Figur stützt sich auf ein Schwert, das Symbol der Macht und des Stolzes von Gent. Hinter dem Mädchen erheben sich die drei Türme von Gent: der Kirche des Heiligen Nikolaus, des Heiligen Bavo und des Glockenturms. Die Gestalt in der Mitte starrt verträumt nach vorne: Sie symbolisiert die verblasste Größe Brügges. Ebenso verträumt wie die Mädchenfigur ist das typische Brügge Stadtbild hinter ihr. Reich geschmückt mit kostbaren Gewändern und Edelsteinen, ein Symbol für Antwerpens Reichtum und Wohlstand, hält das Mädchen auf der rechten Tafel das berühmte Landjuwel in der Hand (ein Preis der ehemaligen Rhetorenwettbewerbe. Dahinter fließt die Schelde breit und majestätisch .
Ausstellung in Paris
Das Gemälde wurde erstmals in der op . ausgestellt Salon de Paris ab 1898. Danach wurde es auch in den drei Partnerstädten Gent (1899), Antwerpen und Brügge auf Ausstellungen gezeigt. Es wurde erstmals in der Juni-Ausgabe des englischen Magazins 'The Artist' reproduziert und wurde später oft als Titelseite verwendet, unter anderem für Karel De FlousPromenaden tanzen Brügge. 1931 wurde das Werk von Frau A. Ganshof Van der Meersch an die Stadt Brügge ausgeliehen. 1947 wurde das Gemälde gegen das Ganzfigurenporträt von Frau A. Ganshof van der Meersch von Frans van Holder eingetauscht, das in ständigem Besitz der Stadt wurde.
Externe Links
- Artikel über 'Van Hove und Ledeganck's Three Sister Cities', 1973, in der Zeitschrift Ons Meetjesland
- Arbeiten von Van Hove auf artnet
- Triptychon mit Porträts des Künstlers und seiner Familie, um 1901
- Biografische Daten
Literatur
- Dirk VANDE FORDE, Edmond Van Hove (1851-1913) und Ledegancks Three Sister Cities, in: Unser Meetjesland, 1973.
- E. L. MONNYPENNY, Edmond Van Hove, in: Das Studio, 1992.
- J. DU JARDIN, Edmond Van Hove, in: L'art flamand. Les artistes anciens et modernes, leur vie et leurs oeuvres, Brüssel, 1896-1900.
- Guillaume MICHIELS, Die Brügge Schule, Brügge, 1990.
- Fernand Bonneur, Edmond Van Hove, in: Lexikon der westflämischen bildenden Künstler, Kortrijk, 1992.