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Elf Provinciën

Elf Provinzen, oder 11 Provinzen, war ein Plattenlabel einer Plattenfirma Dureco. Das Label veröffentlichte Vinyl-Singles und LPs mit rein holländischer und instrumentaler (meist Akkordeon) Musik. Das Label war in den 1970er Jahren recht erfolgreich.

Der Ursprung des Etiketts liegt in der Tat an Johnny Hoes. Hoes arbeitete bei einer Plattenfirma Tonträgeraufzeichnungen, aber geriet in Uneinigkeit über Lizenzgebühren und beschloss 1963, seine eigene Plattenfirma Telstar zu gründen. Er lagerte den Verkauf und Vertrieb der schnell veröffentlichten Telstar-Platten an Dureco aus, was dem Unternehmen zugute kam.

1968 gründete Johnny Hoes seine eigene Verkaufs- und Vertriebsgesellschaft: Telgram. Dadurch verlor Dureco einen enormen Marktanteil an der damals so erfolgreichen niederländischsprachigen Musik mit Mitsingen, Teardrops, Life-Songs und Akkordeonmusik. Die Zusammenarbeit mit Gert Timmerman und seinem Label Carpenter war schnell gefunden, scheiterte jedoch. Übereilt wurde beschlossen, ein neues Label zu gründen: Elf Provinciën, das die Lücke füllen musste, die Hoes und seine Künstler hinterlassen hatten. Die Sängerin, Plattenproduzentin und Talentsucherin Annie de Reuver, die 1967 zu Dureco gekommen war, wurde zusammen mit Pierre Kartner auf das Label gesetzt. De Reuver hatte bereits einige neue Talente entdeckt, wie zum Beispiel Ben Cramer und hatte bereits einige Erfolge auf dem Omega-Label erzielt - auch von Dureco.

Das Logo der Elf Provinciën-Platten und -Deckel war in Form einer Briefmarke mit dem Bild der Niederlande, gekennzeichnet mit einem roten Oberteil und einem blauen Unterteil. Diese stellte dann die niederländische Flagge dar und wies darauf hin, dass die Freisetzungen nur von niederländischem Boden stammten. Später wurden auch flämische Produktionen auf dem Label veröffentlicht.

Die erste Single, die 1969 auf dem Label Elf Provinciën veröffentlicht wurde, war: Du kannst nicht alle Mädchen küssen/99½% des Duos Dick und Bob und erhielt die Labelnummer 6501. Die vierte Single auf dem Label stammt von Sängerin Anja van Avoort mit dem Lied:Spiel nicht mit mir. Van Avoort hatte zuvor einen großen Hit auf dem Omega-Label: Der letzte Tanz. Die Plattenproduktion ging in rasantem Tempo weiter. Viele Erfolge wurden mit De Kermis Kunden, Ben Cramer, Wilma, Johnny Blenco, Anja, Jacques Herb, Duo X (Pierre Kartner und Annie de Reuver) und Corry und die Rekels. Die gelungene Kreation Vater Abraham und seine sieben Söhne wurde von Annie de Reuver erstellt.

Der Erfolg des Labels Elf Provinciën zeigt sich in der Top 40 Jahresübersicht der meistverkauften Singles aus den 1970er Jahren. 1970 war die meistverkaufte Single: Weinen ist zu spät für dich von Corry en de Rekels, 1971 also 1971 Jacques Herb mit Manuela, und 1977 im Vader Abraham mit Das Schlumpflied die den zweiten Platz als meistverkaufte Single des Jahres belegt.

Ab 1973 wurden neben Karnevals-, Tränen- und Partyliedern auch ernsthafte Hörlieder auf dem Label veröffentlicht. Unter dem Titel Elf Provinzen hören Lieder unzählige Alben erscheinen in stimmungsvollen schwarz-weiß Fotohüllen unter anderem von Benny Neyman, Tineke Schouten, Het Slimme Gras, Ger Belmer, Frits Lambrechts, Lubbert Poons, Jaap Goedel und Johnny Blenco.

1978 spitzt sich das Label zu. Annie de Reuver hat Dureco längst verlassen und Pierre Kartner reist um die ganze Welt, um sein Schlumpflied zu singen und zu promoten. Es gibt kaum erfolgreiche Singles oder Alben. Gesucht wird eine Kooperation mit der Plattenfirma Ivory Tower aus Bornerbroek, die viele regionale Künstler unter ihrer Fittiche hat und damit einigermaßen erfolgreich ist.

Einer der bekanntesten und erfolgreichsten Songs ist von der Borker Dreier mit Das Pieteroliecar ab 1979.

Ab 1979 werden auf Elf Provinciën keine Platten mehr veröffentlicht. Dureco hat auch seine anderen Labels, wie zum Beispiel Rosa Elefant, Blauer Elefant, Mata Hari, Capri, Te Deum und Omega wurde auf Eis gelegt und veröffentlicht alle Veröffentlichungen des Unternehmens unter dem GIP-label und später wieder als Dureco Benelux ("Der Klang der Tulpe").

Ab den frühen 1990er Jahren wurde ein Großteil der alten Elf ProvinzenMaterial auf CD wiederveröffentlicht, so zählt die CD-Reihe Cloud-Serie 230 Teile.

Insgesamt gibt es auf der Elf ProvinzenLabel veröffentlichte mehr als 650 Singles und mehr als 700 LPs. Numerisch starteten sie mit der Nummer ELF 6501 für die erste Single und ging bis zur Nummer ELF 6999. Danach ging es nicht mit 7000 weiter, sondern sie setzten die Serie mit den Nummern ELF 65.001 bis ELF 65.155 fort. Danach übernahm Elfenbeinturm die Nummerierung, verwendete aber weiterhin die still Präfix ELF für die Nummerierung. Das lief auf 65.268 und endete 1981.