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Emeri van Donzel

Emericus Joannes van Donzel (Neustadt, 5. Juli1925Wassenaar, 29. Oktober2017) war Direktor des Niederländischen Instituts für den Nahen Osten und Chefredakteur der Enzyklopädie des Islam.

Biografie

Enzyklopädie des Islam (zweite Ausgabe)

Van Donzel studierte indonesische Sprache und Literatur, wechselte aber später zu semitischen Sprachen. Nach seinem Studium ging er zum Kongregation der Mission zu Addis Abeba. Er promovierte 1968 über die Veröffentlichung Anqasa Amino (La Porte de la Foi), ein Text aus Äthiopien. 1974 wurde er Direktor des Niederländisches Institut für den Nahen Osten (NINO) und das Nebeninstitut Niederländisches Historisch-Archäologisches Institut im Istanbul. Zu seinen Tätigkeiten gehörte die Organisation wissenschaftlicher Konferenzen, deren Bände er häufig herausgab. Sein Hauptwerk war jedoch zunächst Chefredakteur (ab 1971, für Band 3), dann Chefredakteur der bedeutenden Enzyklopädie des Islam (zweite Auflage), deren Chefredakteur er ab 1978 für die Bände 4 bis 10 war. Zwischen 1960 und 2009 erschienen 12 Teile, an den letzten beiden Teilen wirkte er bis 2005 mit; 1994 hat er eine knappe Ausgabe davon herausgegeben: Islamische Schreibtischreferenz. 2003 erhielt er a Ehrendoktor des Universität Hamburg. Für seine Arbeit an der Enzyklopädie erhielt er 2006 den Akademie-Medaille.

Van Donzel war Vorsitzender der Stiftung Het Oosters Instituut, die in Leiden einen speziellen Lehrstuhl für persische Sprache und Kultur einrichtete. Er war auch Initiator der Stiftungsprofessur für Südsemitische Sprachen und Berber an dieser Universität.

DR. DR. van Donzel war Offizier im Orden von Oranien-Nassau und starb im Alter von 92 Jahren in seiner Heimatstadt Wassenaar.

Literaturverzeichnis

  • Anqaṣa Amin (La porte de la foi). Apologie éthiopienne du christianisme contre l'Islam à partir du Coran. Leiden, 1969 (These).
  • Islamische Schreibtischreferenz. Leiden [usw.], 1994.
  • [mit Andrea Schmidt] Gog und Magog in frühöstlichen christlichen und islamischen Quellen. Sallams Suche nach Alexanders Mauer. Leiden [usw.], 2010.

Lieferung/Übersetzungen

  • Auswärtige Beziehungen Äthiopiens, 1642-1700. Dokumente zu den Reisen von Khodja Murad. Istanbul, 1979.
  • Eine jemenitische Botschaft in Äthiopien, 1647-1649: al-Ḥaymīs Sīrat al-Ḥabas̱ẖa. Stuttgart, 1986.
  • Eine arabische Prinzessin zwischen zwei Welten. Memoiren, Briefe nach Hause, Fortsetzungen meiner Memoiren, syrische Sitten und Gebräuche. Leiden [usw.], 1993.