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Emile Van Doren (Brüssel, 14. April1865 - Genk, 19. Mai1949) war ein BelgierMaler.
Biografie
Emile Van Doren wurde in eine Brüsseler Metzgerfamilie hineingeboren. Nach dem Studium der Geisteswissenschaften am Sint-Michielscollege in Brüssel schrieb sich Van Doren an der Fakultät für Pharmazie der Université libre de Bruxelles. Gleichzeitig schrieb er sich ohne Wissen seiner Eltern an der Académie des Beaux-Arts in Brüssel ein. Er spezialisierte sich bald auf die Landschaftsmalerei. 1892 gewann Emile Van Doren den Prix Donnay, der seit 1888 als Preis für Landschaftsmalerei der Brüsseler Akademie verliehen wird. Waren in der Jury Joseph Coosemans, Franz Courtens und Edmond De Schampheleer.
Um 1891 kam Emile Van Doren zum ersten Mal in Genk. Genk war zu dieser Zeit bereits zu einem bekannten Malort herangewachsen und war damals einer der beliebtesten Orte der belgischen Pleinairisten. Emile Van Doren verliebte sich: sowohl in die Genker Landschaft als auch in Cidonie Raikem, die Betreiberin eines Gasthauses an der Stationsstraat in Genk. 1893 meldete sich Van Doren in Genk an und heiratete 1898 Cidonie. Malerkollegen Herman Richiro und René Ovyn waren Zeugen seiner Hochzeit. Zusammen mit Cidonie entwickelte er das Hotel des Artistes zu einem Treffpunkt für Künstler, Schriftsteller und Touristen, die Genk besuchten.
Die Kempener Landschaft in und um Genk mit ausgedehnten Heideflächen, spiegelnden Teichen und hügeligen Sanddünen wurde fortan fast ausschließliches Thema seiner Malerei. Sein Statement "Genk ist geschaffen, um gemalt zu werden" illustriert Van Dorens Leidenschaft für sein neues Zuhause.
Der Erfolg von Emile Van Doren als Landschaftsmaler war beachtlich. Zu Beginn seiner Karriere als Künstler kaufte der königliche Hof einige seiner Werke. 1913 ließ Van Doren auf Coin Perdu (Verloren Kostweg, heute Henri Decleenestraat) eine Villa bauen. Heute beherbergt dieses Künstlerhaus mit Atelier die Emile Van Doren-Museum.
Siehe auch
Literaturverzeichnis
- Da schwebt eine Poesie über der Landschaft. Das Gemälde von Emile Van Doren im Zeitraum 1880-1914, von Jos Geraerts. Stadt Genk, 2006.
- Die Geschichte einer Villa. Emile Van Doren-Museum, von Kristof Reulens. Stadt Genk, 2009
- Genk durch die Augen des Malers. Landschaftsmaler in den Limburger Kempen 1850-1950, von Kristof Reulens, Jos Geraerts (u.a.), Davidsfonds, Leuven, 2010 ISBN 978 90 5826 749 8
- Au revoir Brüssel. Emile Van Doren und Marten Melsen auf der Suche nach Inspiration, von Kristof Reulens, Stadt Genk: Emile Van Dorenmuseum, 2014 ISBN 978 90 8146 777 3
- Emile Van Doren (1865-1949) Biographie eines Malers und seiner Landschaft, von Kristof Reulens, Stichting Kunstboek, 2015 ISBN 978 90 5856 511 2