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Emma Kirchner
Emma Kirchner
Emma Kirchner
Allgemeine Information
GeborenLeipzig, 30. März 1830
VerstorbenAmsterdam, 10. Februar 1909
Arbeit
BerufFotograf
RechteUrheberrechte am Werk abgelaufen
RKD-Profil
Medien aufWikimedia CommonsWikimedia Commons
Portal  Portalsymbol  Kunstkultur

Johanna Frederike Doris Emma (Emma) Kirchner (Leipzig, 30. März 1830 - Amsterdam, 10. Februar 1909)[1] war im 19. Jahrhundert eine der ersten Fotografinnen in den Niederlanden. Emma Kirchner hatte ein Porträtstudio in Delft, wo sie mit verschiedenen Partnern und Studenten zusammenarbeitete.

Biografie

Emma Kirchner wurde am 30. März in Leipzig geboren. Sie war eine Tochter des Schneiders Carl Pancras Kirchner und Johanna Frederika Fritzsche.

Am 26. Dezember 1852 bekam Emma Kirchner eine Tochter, die Elisa Augusta Doris Ida (Doris) hieß. Der Vater, mit dem Emma nicht verheiratet war, war Rudolph Löes, Verleger und Buchhändler. Acht Tage zuvor war Emmas Schwester Maria, drei Jahre jünger[2] und ebenfalls unverheiratet, gebar auch eine Tochter, die sie Emma nannte. Im März 1860 reiste Maria Kirchner in die Niederlande. Sie hat am 22. August geheiratet[2] des Jahres in Delft mit Frederik Gräfe, Büchsenmacher und Schmied. 1863 zog Emma Kirchner mit ihrer Tochter Doris und der Mutter beider Schwestern, der Witwe Johanna Frederika Kirchner-Fritzsche, in die Niederlande.[3] Der Vater von Emma und Maria war bereits 1833 gestorben, woraufhin ihre Mutter den Schneiderbetrieb in der Großen Fleischergasse 24 in Leipzig weiterführte.[2] In der gleichen Nachbarschaft befanden sich die Fotostudios von Alexander Seisz, Hermann Achilles und das von Julius und Eduard Wehnert mit Bertha Beckmann.

Studio in Delft

Fotorückseite mit Studiodetails

Emma Kirchner hat sich in Delft als Fotografin registriert.[4] Kurz darauf eröffnete sie ihr Fotostudio E. Kirchner & Co in der Südstraße. Wo Emma Kirchner das Handwerk erlernte, ist nicht bekannt. ihr Schwager, Frederik Grafe, wurde ihr Partner. 1871 beendeten die Partner ihre Zusammenarbeit.[5] Frederik Gräfe ließ sich anschließend ebenfalls in der Zuiderstraat nieder, während Emma Kirchner im alten Atelier blieb, das sie von Gräfe gemietet hatte.[3]

1872 nahm Emma Kirchner einen Lehrling, Henri de Louw der im Studio als Retuscheur begann. 1875 heiratete Henri de Louw Emma Kirchners Tochter Doris. Emma Kirchner und Henri de Louw wurden für kurze Zeit Partner und machten gemeinsam Werbung im Delfter Zeitung unter anderem für 'E-Mail-Porträts'.[6] Bei der Echtemail-Fotografie, die hauptsächlich für Grabsteinporträts verwendet wird, wurde ein fotografisches Bild mit keramischen Pigmenten auf eine Oberfläche aus Eisenblech gebrannt.[7] Es handelt sich eher um „halbemaillierte“ Albuminabzüge, eine Imitation von Fotokeramik, bei der der Albumindruck mit einer Zelluloidschicht erhöht und in eine – meist – ovale Form gepresst wurde. Vor allem im Studio cartes de visits und Kabinettkarten, zwei damals übliche Formate von Porträtfotos. 1876 ​​eröffnete De Louw sein eigenes Atelier an seiner Wohnadresse am Koornmarkt.

Nachfolger

1899 berichtete Emma Kirchner in der Delfter Zeitung dass sie ihr Atelier dem Fotografen übergab Johannes von Doorne, die das Handwerk vermutlich bei ihr erlernt hatte und zuvor ihre Assistentin war[1] früher gewesen. Kirchner zog nach Den Haag.[8] 1901 wurde die Ehe zwischen Doris Kirchner und Henri de Louw aufgelöst, woraufhin Doris nach Amsterdam zog. Emma folgte ihr 1903. Sie lebten bei Doris' Tochter Dora de Louw und ihr Ehemann Bernard Zweers.[3]

Emma Kirchner starb am 10. Februar 1909 in Amsterdam.

Arbeit

Kirchner porträtierte in ihrem Atelier Bürger aller Gesellschaftsschichten, vom Waisenkind bis zum Würdenträger. Ihre Porträts reichen von in voller Länge sprengen.[2][9] Die von ihr verwendete Technik war Albumindruck.[1]

2003 in Delftse Museum Paul Tetar von Elfen eine Ausstellung, die ihrem Werk gewidmet ist.[10]

Galerie