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Ethnogenese (Altgriechischἔθνος (ethnische, "Menschen") γένεσις (Genesis, "Geburt, Entstehen")) ist ein Begriff, der 1961 vom deutschen Historiker eingeführt wurde Reinhard Wunschkuss (1916-2002). Wörtlich übersetzt bedeutet es "Geburt einer Nation". Es bezieht sich auf die Flexibilität der ethnischen Identität, nicht auf eine biologische Beziehung. Es ist ein Prozess von Unterkunft und Integration.[1]
Deutsche Stämme die zur Zeit der Völkerwanderungen außerhalb des Römischen Reiches lebten, konnten nicht als Einheit bezeichnet werden. Sie bestanden aus Gruppen unterschiedlicher Herkunft, die sich zu einem (militärischen) Zweck zusammenschließen konnten. Aus diesem multiethnischen Bündnis kann mit der Zeit eine neue ethnische Gruppe mit eigener Identität entstehen. Dieser Prozess der Völkerverschmelzung wird als Ethnogenese bezeichnet.
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