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Ausstiegsberatung ist Hilfe an Opfer destruktiver Kontrolltechniken und Anleitung/Beratung der soziales Umfeld eines solchen Opfers. Unterminierung der potenziellen Auswirkungen dieser destruktiven Kontrolltechniken auf die Identität und der Selbstbestimmungsrecht des Opfers ist das Hauptziel der Ausstiegsberatung.
Zielgruppe
Die Zielgruppe der Ausstiegsberatung bilden daher Opfer destruktiver Kontrolltechniken. Diese könnten umfassen:
- Opfer von sektiererisch getönte Strukturen
- Opfer von Loverboys oder Liebhaber Mädchen
- Opfer von Inzest und andere ungleiche Beziehungen
Methodik
Die Ausstiegsberatung besteht im Wesentlichen aus: Bildung und Information über die mögliche Wirkungsweise und Auswirkungen destruktiver Kontrolltechniken (auch Zwangsbeeinflussungstechniken genannt oder Gehirnwäsche-Techniken bezeichnet) an Opfer destruktiver Kontrolltechniken und/oder deren Angehörige oder ehemalige Angehörige. Manchmal gibt es keinen Kontakt mit dem Opfer selbst, aber Familienmitglieder und/oder ehemalige Familienmitglieder werden über die zu wählende Vorgehensweise informiert, basierend auf dem Wissen über die Wirkungsweise dieser destruktiven Kontrolltechniken und der spezifischen Situation eines Opfers.
Die Wiederherstellung des Kontakts zu Familienmitgliedern und/oder ehemaligen Familienmitgliedern außerhalb der Situation des Opfers und das Durchbrechen der Isolation sieht einen Ausstiegsberater als eines der wichtigsten Mittel, um die potenzielle Wirkung destruktiver Kontrolltechniken zu untergraben.
Die Ausstiegsberatung ist eine ganz spezielle Form der Hilfe. Ausstiegsberatung wird von vielen Bewegungen, die im Volksmund als Sekte bezeichnet werden, als Bedrohung ihrer Struktur angesehen. Insbesondere sind es auch diese Bewegungen oder deren Vertreter, die mit der Ausstiegsberatung und dem Ausstiegsberater nicht zufrieden sind. Amerika Ausstiegsberatung ist ein bekannteres Konzept als in Europa.
Ausstiegsberatung ist nicht gleich Ausstiegsberatung deprogrammieren. Ein wesentlicher Unterschied zwischen einem Ausstiegsberater und einem Deprogrammierer besteht darin, dass der Ausstiegsberater nur auf freiwilliger Basis des Klienten arbeitet, der sich als Opfer fühlt.