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Fernand Braudel | ||
| Allgemeine Information | ||
| Geboren | Lumeville-en-Ornois, 24. August1902 | |
| Verstorben | Hinweise, 27. November1985 | |
| Staatsangehörigkeit | Französisch | |
| Beruf | Historiker | |
Fernand Braudel (Lumeville-en-Ornois, 24. August1902 – Hinweise, 27. November1985) war ein FranzösischHistoriker.
Braudel studierte Geschichte bei Lucien Febvre. Er war zehn Jahre lang Lehrer Algier. 1935 wurde er Professor in São Paulo, aber 1937 kehrte er nach Paris zurück, als er zum Ecole des hautes études en social sciences. 1939 wurde er zu den Waffen einberufen. 1940 geriet er in Kriegsgefangenschaft und blieb bis 1945 in Deutschland. In diesen Jahren schrieb er seine Thesen d'état, La Mediterranée et le Monde Mediterranéen à l'époque de Philippe II (1949). Er folgte 1947 Lucien Febvre auf die College de France. Braudel lehrte Historiker als Emmanuel Le Roy Ladurie, Marc Ferro und Jacques Le Goff. Er war Direktor der Ecole des Hautes Etudes en Sciences Sociales in Paris. 1984 wurde Braudel zum Mitglied des gewählt Französische Akademie.
Braudel war ein führendes Mitglied der Ecole des Annales. In seiner Arbeit kombinierte er Geschichte mit Wirtschaft, Anthropologie und Erdkunde. Fernand Braudel war vor allem für den Einsatz seines dreistufigen Motors bekannt, der aus Strukturen, Konjunktionen und Ereignissen besteht. Auf diese Weise konnte man historisches Wissen gewinnen und den historischen Prozess über die longue dure sehen. Das Endergebnis war die Schaffung einer „historischen Gesamtheit“, in der alles zusammenkam. Ein gutes Beispiel dafür ist seine Arbeit: La Mediterranée et le Monde Mediterranéen à l'époque de Philippe II.Dieses Werk zeichnet sich durch seinen prominenten Fokus auf Geographie und nicht auf rein politische Ereignisse oder die Figur des Philipp II. 1979 erschien ein weiteres großangelegtes dreibändiges Werk, Zivilisationsmaterial, Wirtschaft und Kapitalismus. Weitere wichtige Werke von Braudel sind: Ecrits sur l'histoire (Paris 1969; niederländische trans. Geschichtsschreibung, Bärn 1979), L'identité de France (3 Bde., Paris 1986) und Grammatik der Zivilisationen (Paris 1987).