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Filips van Hessen-Butzbach
Philipp von Hessen-Butzbach
1581-1643
Landgraf von Hessen-Butzbach
Zeitspanne1609-1643
VorgängerLouis V
NachfolgerGeorg II
VaterGeorg I. von Hessen-Darmstadt
MutterMagdalena von Lippe

Philipp von Hessen-Butzbach (Darmstadt, 26. Dezember1581 - 28. April1643) war Landgraf von 1609 bis zu seinem Tod Hessen-Butzbach. Er gehörte zu den Haus Hessen-Darmstadt.

Lebenszyklus

Philipp war der dritte Sohn von Landgraf Georg I. von Hessen-Darmstadt aus seiner ersten Ehe mit Magdalena von Lippe, Tochter des Grafen Bernhard VIII. von Lippe. Am 29. Juli 1610 heiratete er Anna Margaretha (1580-1629), Tochter des Grafen Frederik II. van Diepholz, und am 2. Juni 1632 heiratete er Christina Sophia (1609-1658), Tochter des Grafen Enno III von Ostfriesland. Beide Ehen blieben kinderlos.

Nach dem Tod ihres Vaters 1596 wurde sein älterer Bruder Louis V Landgraf von Hessen-Darmstadt. 1609 übergab er einen Teil seiner Ländereien an Philipp: die Grafschaft Hessen-Butzbach, die zunächst nur aus der Stadt bestand Butzbach und einige umliegende Dörfer. Nach Graf Johan Albrecht van Solms-Braunfels während der Dreißigjähriger Krieg Biene Kaiser Ferdinand II in Ungnade gefallen, seine Besitztümer wurden Philipp zugeteilt. 1639 gelangte er auch in den Besitz der Lehnsherren von Itter mit der Burg Vohl.

Unter seiner Herrschaft erlebte Butzbach einen kulturellen Aufschwung. Landgraaf Philip war ein weitgereister und gelehrter Mann. Er sprach acht Sprachen, war Mathematiker und sammelte eine wertvolle Bibliothek. Er kaufte auch astronomische Instrumente und gründete in seinem Schloss in Butzbach eine Sternwarte, um astronomische Studien durchzuführen. Außerdem korrespondierte er mit den Astronomen Galileo Galileo und Johannes Kepler und vermutlich hatte er auch Kontakte zu Wilhelm Schickard, der Erfinder des Taschenrechners.

Philipp kümmerte sich auch um die Erweiterung seiner Residenz und ließ um sein Schloss einen Lustgarten und einen Baumgarten anlegen, die nicht mehr existieren. Die Hauptattraktion dieser Gärten war ein Pflanzenbrunnen. Zwischen 1626 und 1628 ließ er auf dem Schlossberg bei Münster auch die Burg Philippseck errichten, eine Art Festung, die in Kriegszeiten genutzt wurde und Pest-Epidemien diente als Zufluchtsort.

Im April 1643 starb Philipp während einer Schweißkur, die ihm ein Jahr zuvor von seinem Leibarzt empfohlen worden war Johann Schröder. Durch Unaufmerksamkeit entstand ein gewaltiger Flammenblitz und der bereits erkrankte Landgraf erlitt schwere Verbrennungen, an denen er wenige Tage später starb.

Nach Philipps Tod kehrte der Landgraf von Hessen-Butzbach an den Landgrafen von Hessen-Darmstadt, seinen Neffen, zurück Georg II. Seine Witwe Christina Sophia von Ostfriesland lebte bis zu ihrem Tod 1658 im Schloss Butzbach, danach wurde es bis zum Umbau zur Militärkaserne 1818 nicht mehr genutzt.