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Fletum

Fletum ist eine ertrunkene Siedlung in der mittelalterlichen Landschaft Reiderland. Der Ort war nordöstlich der Punkt von Reide zwischen berum und Nesse

Möglicherweise wird das Dorf bereits im neunten Jahrhundert erwähnt als UUig flieta (wigflieta oder „heiliger Fluss“). Der Name ist ähnlich wie Ottarfliaton ('ottervliet' = Oterdum?), Hlarfliate ('bosvliet' = Larrelt), Widuflitun ('holtvliet' = Holtgaste?) und das Unbekannte Helagonufliatun ('am heiligen Fluss'). 1367 wird das Dorf erwähnt als Flyactum, 1428 as Vletum, um 1470 as Flyatum. Die Einwohner wurden Fletenmerer erwähnt. Fletum gehörte zum Dekanat (proostdij) Hatzum alias Nesse. Dort lebte auch eine führende Divisionsfamilie. Die Kaution muss jedoch vor 1435 verschwunden sein.

Fletum fiel schließlich den Wellen des Dollar. Laut Stratingh und Venema lag der Standort südlich von berum und Fletum existierte noch 1464. Fletums Uhr zeigte: ANNO DNI M.CCCC.LXIIII. MARIA ICH HASSE. DIE VON FLET. HABEN. LASS MICH. GHET. ("AD 1464. Maria ist mein Name. Die [Bewohner] von Flet[um] ließen mich gießen[and]"). Die Uhr landete über Nesserland im Jahr 1829 in Westrhauderfehhn, ging aber beim ersten Klingeln kaputt.

Das Dorf wird noch in einer Liste von Kirchenspielen aus dem späten 15. Jahrhundert erwähnt Bistum Münster. Angesichts der Einnahmen aus dieser Liste war es kein wohlhabendes Dorf. Wo zum Beispiel Westerreide und Oosterreide Zahlen beide 13 Schilling, hat Fletum nur noch 6 Schilling zu zahlen. 1484 hatte das Dorf noch einen Pfarrer, aber 1500 heißt es fast untergetaucht (fast untergegangen). Nach 1506 werden keine Einwohner erwähnt.

der Latinist William de Volder phantasierte in einer Lobrede auf Emden von 1553, dass Fletum nicht weniger als sieben Seiten habe und als Hafen den Nachfolger der römischen Festung bildete Flevum. Zeitgenossen erinnerten sich, die Ruinen der Kirche und die Fundamente anderer Gebäude im Meer gesehen zu haben. Einige alte Männer erklärten 1587, dass hier in ihrer Jugend noch Reste einer Kirche vorhanden waren, von denen die Grundsteine im später ertrunkenen Dorf logum wurden an Land gebracht.

Fletum lag westlich der Insel Nesserland. Bis zum Weihnachtsflut ab 1717 gab es noch einen Weiler mit zwei Häusern, die den Namen Fletum trugen.

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