WikiDer > Florrie Rodrigo
Florrie Rodrigo (geboren als Flora Rodriguez; Amsterdam, 3. September1893 - Dort, 11. Juli1996) war eine niederländische politisch und sozial engagierte Tänzerin und Choreograph.
Biografie
Rodriguez wurde als Tochter von Mordechaij Rodrigues und Rebecca Reindorp geboren. Ihr Vater war ein Diamantenarbeiter aus Portugiesisch- jüdischer Abstammung. Ihre Mutter war orthodoxe Jüdin. Rodriguez hatte eine andere Schwester.
Bereits in ihrer Jugend wurde Rodriguez das nötige politische Wissen vermittelt. Ihr Vater, a Sozialdemokrat, lass sie an der teilnehmen 1. Mai Parade. Im Alter von 17 Jahren heiratete Rodriguez den Schauspieler Harry Bierman. Diese Ehe endete schließlich am 6. Mai 1920. Es war Bierman zu verdanken, dass Rodriguez ihre Tanzkarriere begann. Dafür hat sie Unterricht genommen rhythmische Gymnastik zum Amsterdamer Theaterschule und ging zur Arbeit bei der Niederländische Oper von G. H. Koopman und das Kabarett von Jean-Louis Pisuisse. Hier nahm sie offiziell ihren Künstlernamen Florrie Rodrigo an.
Nach ihrer Scheidung lernte Rodrigo die Amsterdamer Künstlergruppe De Universalisten kennen. Unter ihnen war der Journalist und Schriftsteller Kees (Cornelis) de Dood, den sie am 31. Januar 1922 heiratete. Die beiden hatten keine Kinder. Rodrigo beschloss, ihr Glück zu versuchen in Berlin, wo sie Ballettunterricht nahm und anfing, sich selbst zu unterrichten. Als Grotesk-Tänzerin machte sie sich in Berlin einen Namen. Ihr Tanz wurde hauptsächlich von der Expressionismus. Nach dem Erfolg in Berlin trat sie auch anderswo in Deutschland auf, vor allem mit parodierenden Acts.
wenn es Antisemitismus Unter dem Einfluss der Nazis musste sie jedoch 1926 mit ihrem Mann nach Amsterdam zurückkehren. In Amsterdam trat sie bei der Bouwmeester Revue auf. Sie begann auch über neue Aufführungen nachzudenken, in die sie ihre jüdische Identität einfließen ließ. 1930 wurde sie Mitglied der Kommunistische Partei Holland und der Sozialistischer Künstlerkreis (SKK). Mit ihren Tanzstücken protestierte sie gegen politische und gesellschaftliche Ereignisse wie die Bombardierung von Die sieben Provinzen 1933. Ihr dazu entstandenes Stück „Schepelingen“ wurde so umstritten, dass nach der Uraufführung weitere Aufführungen verboten wurden. Das Stück wurde jedoch noch privat für die Arbeiter Film- und Theaterverein.
Da sie wegen ihres umstrittenen Tanzstücks von den Theatern abgelehnt wurde und sie keine neuen Schüler mehr hatte, zog Rodrigo nach Brüssel. Hier gründete sie Les Quatres Femmes Rodrigo, bestehend aus Martha Bruyn, Selma Chapon und Greetje Donker. In ihren Tanzstücken setzte sie sich weiterhin gegen den Nationalsozialismus in Deutschland ein. Sie trat auch für idealistische Zwecke auf, wie zum Beispiel für den Verein der Freunde der Sowjetunion, das Arbeitslosenkampfkomitee und das Frauenkampfkomitee. Ende der 1930er Jahre beschloss sie, die Kommunistische Partei zu verlassen.
1941 wirkte Rodrigo in dem Ballettfilm „Droomland Melodie“ von H. Wassenaar mit. Während der Zweiter Weltkrieg Rodrigos Mutter und Schwester wurden deportiert; sie haben den Krieg nicht überlebt. Nach dem Krieg trat Rodrigo mit dem Antikriegsballett „Widerstand“ auf, mit dem sie die Niederlande beim internationalen Ballettwettbewerb in . vertrat Kopenhagen. Das Stück wurde auch in der Amsterdam Ballett-Kombination.
1949 hörte Rodrigo aufgrund ihres Alters mit dem Tanzen auf und konzentrierte sich ganz auf das Unterrichten. Ihr Mann starb 1965.
1983, zu ihrem 90. Geburtstag, erhielt Rodrigo eine königliche Auszeichnung (Ritter des Ordens von Oranien Nassau) und 1993 Frank Rosen zu Rodrigos 100. Geburtstag a Büste von ihr, die im . enthüllt wurde Stadttheater Amsterdam. Rodrigo starb 1996 im Alter von 102 Jahren.
Arbeiten
- Kobold
- Bydlo
- Niederländische Bauerntänze
- japanischer Tanz
- Kampflied
- Trauerlied für Lenin
- Der Bergmann
- Heimatland...?
- Seltsames Land
- Seeleute
- Matrosentanz
- Der Teufel im Rathaus
- Kostenlos
- Widerstand
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
|