WikiDer > Zwangsangebot

In dem KartenspielBrücke ist ein erzwingen oder Gebot erzwingen ein Aufruf, auf den der Partner vereinbarungsgemäß so reagieren muss, dass der erste Spieler eine weitere Chance hat, zu bieten. Dies bedeutet, dass der Partner ein Gebot abgeben muss, es sei denn, die gegnerische Mannschaft hat zwischenzeitlich ein anderes Gebot abgegeben.
Es gibt verschiedene Arten von Zwangsgebote:
- Erzwingen nur für die erste (oder eine beliebige) Bieterrunde;
- Game-Forcing: Das Bieten muss bis zum Spiel wurde erreicht;
- Slam-Forcing: Der Anruf muss fortgesetzt werden, bis zuschlagen wurde erreicht.
Ein wichtiger Aspekt einer guten Partnerschaft ist zu wissen, wann ein Angebot eines Partners als Zwangsangebot zu betrachten ist. Das ist nicht immer offensichtlich.
Ein erzwungenes Gebot soll niemals gespielt werden. Wenn ein Spieler ein Gebot abgibt, zum Beispiel 3 Karo, kann dies bedeuten, dass er erwägt, 3 Karo zu spielen, aber wenn das Gebot erzwingt, wird etwas anderes gespielt.
Einige Beispiele (je nach verwendeter Konvention)
- Wenn der Partner noch nicht geboten hat (außer "pass"), dann dient "double" nicht zur Bestrafung, sondern zur Information. Partner muss antworten. Passt er, wandelt er das Informationsdoppel in ein Strafdoppel um.
- Wenn auf 1 Sans Atout 2 Kreuz folgen, ist das Stayman: Der Bieter möchte wissen, ob der Partner vier Karten in Herz und/oder Pik hat.
- 4 Sans Atout ist Blackwood: Der Bieter möchte wissen, wie viele Asse der Partner hat und der Partner muss daher antworten.