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Frans Bogaerts

Frans Bogaerts (Zehner, 17. Juni1869 - Berlin, 5. Juni1926) war ein Belgier Anwalt, flämischer Aktivist und Mitglied der Rat von Flandern.

Lebenszyklus

Bogaerts war Rechtsanwalt bei der Kassationsgericht In Brüssel. Durch seine Beziehungen zu dem belgisch-deutschen Rechtsanwalt Fritz Norden und dem deutschen Offizier Hans Blunck knüpfte er frühzeitig Kontakte zu den höheren Stellen der deutschen Besatzer. Er half den Deutschen, herauszufinden, was die Flamenpolitik würde werden. Die wichtigsten Elemente, die er empfahl, waren: die Holländerisierung des öffentlichen Lebens in Flandern, Propaganda, um die Bevölkerung von den wirtschaftlichen Vorteilen des Beitritts zum Deutschen Reich zu überzeugen, und eine wohlwollende Haltung gegenüber dem Klerus.

Er wurde Mitglied der Brüsseler Vereinigung der Freunde der flämischen Sache und des Aktivisten Junges Flandern. Er war einer der ersten, die im Februar 1917 in die Rat von Flandern.

Im November 1918 floh er nach Deutschland, während er in Belgien zu zwanzig Jahren Gefängnis verurteilt wurde. Er arbeitete in Berlin an der Nationaler Dienst für Kriegsschadensersatz. Im Dezember 1922 wurde er deutscher Staatsbürger.

Literatur

  • A. L. FAINGNAERT, Verrat oder Selbstverteidigung?, 1933.
  • Winfried DOLDERER, Deutscher Imperialismus und Belgischer Nationalitätenkonflikt, in: Kasseler Forschungen zur Zeitgeschichte, 1989.
  • Winfried DOLDERER, Frans Bogaerts, in: Neue Enzyklopädie der Flämischen Bewegung, Tielt, 1998.