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Franz Josef Reinl (Baden bei Wien, 25. Mai1903 – Trippstadt, 14. Februar1977[1]) ist ein österreichischKomponist und Dirigent.
Lebenszyklus
Reinl erhielt seinen ersten Musikunterricht von seinen Eltern. Außerdem erhielt er Geigenunterricht an der Musikschule Geyer und privat Klavierunterricht. Er studierte an der Wiener Musikakademie unter anderem bei Franz Schmidt und Joseph Marx (Komposition) und von C. Krauß (dirigieren). 1926 erhielt er sein Diplom.
Aufgrund der damaligen Theaterkrise bekam er keine Anstellung als Dirigent. Reinl nahm an mehreren Kompositionswettbewerben teil und gewann auch Preise. Um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, arbeitete er auch als Pianist im Kino, als Organist, als Bratscher und Chorleiter. Eine Zeitlang war er Leiter der Blue-Star-Band. Von 1938 bis 1943 war er Musiklehrer am Knabengymnasium in Floridasdorf. 1943 heiratete er Hilde Ertl, geborene Mantler. Kurz nach seiner Heirat wurde er vom Militär zurückgehalten und in Graz.
Nach dem Zweiter Weltkrieg er fing an Salzburg neu und war Dirigent für Unterhaltungsmusik. Kompositionsaufträge erhielt er von deutschen Rundfunkanstalten. 1952 ging er nach he Stuttgart und dann zu Waldenbuch. Seitdem komponiert er hauptsächlich leichtere Musik für Rundfunk und Bühne, aber auch für Blasorchester. Die letzten Jahre vor seinem Tod lebte er in Trippstadt.
Später gründete seine Witwe eine "Franz Josef Reinl-Stiftung", die jährlich Komponisten- und Harfenistenpreise vergibt.
Kompositionen
Arbeiten für Orchester
- 1951Dessert, Ballettsuite für Orchester
- Malagatrauben
- Faschingskrafen
- 1953Bergland, Fantasie für großes Orchester
- 1961Romantik, für Violine und Orchester
- 1964Irischer Dudelsack Tänze, für Orchester
- 1965Divertimento nach altösterreichischen MilitärSignals
- 1965Zwischen Tag und Nacht, drei Gemälde in der Dämmerung für Orchester
- 1967Hymnische Ouvertüre, für großes Orchester
- 1970Mini-Ssimo, für Orchester
- 1970Coole Serenade, für Orchester
- 1970Sprühregen, Zwischenspiel für großes Orchester
- 1971Lausbuerei, eine musikalische Grobheit für Orchester
- Konzertino, für Akkordeon und Kammerorchester
- Der Tannenbaum
- Humoreske über eine Wiener Melodie, für großes Orchester
- Impressionen und Jou-Jou, für 2 Harfen, Schlagzeug und Streichorchester
- Jagdkonzert, für Horn solo und Orchester
- Kleine Leckerbissen, Suite für Orchester
- Pflaumenpudding
- Nürnberger Lebkuchen
- Eisbomben
- Kubanische Improvisation
- Masedonische Skizze
- Mazurka, für kleines Orchester
- Mixtum
- Einführung
- A la parisienne
- Folge
- gondeln
- Zwischenspiel
- Walzer-Quodlibet
- Fugato-Scherzo
- Hymne
- Romantische Rhapsodie
Arbeiten für eine Konzertband
- Der letzte Streich, für Blasorchester
- Die Wachau, Sinfonische Dichtung für Blasorchester
- Frühlings-Fanfaren, für Blasorchester
- Grüne Ampel, für Blasorchester
- Nordische Rhapsodie, für Blasorchester
- Symphonie, für Blasorchester
- Traumender Zigeuner, für Blasorchester
Musiktheater
Operetten
- Der Sohn des Mikado, - Uraufführung: 25. Dezember1954, Salzburg, Festspielhaus
Vokalmusik
- An der Hausbar, 3 Chansons für Stimme und Akkordeon
- Champagner-Flip
- Silber-Fizz
- Nikolaschka-Drink
Kammermusik
- Schlafmütze, für Posaune und Klavier
Arbeiten für Akkordeon
- Burlesque auf eine Spielmannsweise, für Akkordeonorchester
- Kleine Barocksuite, für zwei Akkordeons
- Rondo nach einer badisch-pfälzischen Volksweise, für Akkordeonorchester
Literaturverzeichnis
- Wolfgang Suppan, Armin Suppan: Das Neue Lexikon des Blasmusikwesens, 4. Auflage, Freiburg-Tiengen, Blasmusikverlag Schulz GmbH, 1994, ISBN 3-923058-07-1
- Margarete Saary: Franz Josef Reinl - Komponist zwischen den Zeiten, Purkersdorf: Karl Schwarzer Verlag, ISBN 3-900392-10-2
- Paul E. Bierley, William H. Rehrig: Die Erbe-Enzyklopädie der Bandmusik: Komponisten und ihre Musik, Westerville, Ohio: Integrity Press, 1991, ISBN 0-918048-08-7
- Siegfried Lang: Lexikon Österreichischer U-Musik-Komponisten im 20. Jahrhundert, Wien: Österreichischer Komponistenbund (OKB)/Arbeitskreis U-Musik, 1987, 248 S.
Verweise
- ↑Es gibt Quellen, die 1984 als Todesjahr belegen.