WikiDer > Fritz (Computerschach)
Fritz ist ein DeutscheComputerschachprogramm, entwickelt von den Niederländern Frans Morsch und Mathias Feist und vertrieben von SchachBase. Bei Turnieren ist die Beta-Versionen von Fritz Suche.
Entwicklung
Die Ankunft von Fritz im Herbst 1991 läutete das Ende der Ära ein, in der ernsthaftes Computerschach nur auf echten Computern gespielt werden konnte. Schachcomputer: Geräte in Form eines extra dicken Schachbretts mit eingebautem Computer, der nur Schach spielen konnte. Davor gab es auch Schachprogramme für PCs. Diese spielten jedoch deutlich schwächer als die Schachcomputer und waren auch nicht sehr benutzerfreundlich.
Die erste Fritz-Version (danach gab es keine Nummer) hatte eine Elo-Zahl von ca. 2000. Das war zwar weniger als die damaligen Top-Geräte (die sehr teuren Mephisto-Geräte hatten Elos bis ca. 2250), aber vergleichbar an die Spielstärke der meistverkauften Schachcomputer. Ausschlaggebend für die meisten Vereins- und Hausschachspieler waren das schöne Erscheinungsbild auf dem Bildschirm, die Benutzerfreundlichkeit und ein günstiger Preis.
Jede nachfolgende Version von Fritz war schöner als sein Vorgänger und hatte auch mehr Funktionalität. Bis Version 3 war Fritz ein MS-DOS Programm, aber ab Fritz 4 lief es unter Windows.
Die neue Version war fast immer stärker als die vorherige. Eine bemerkenswerte Ausnahme war jedoch Fritz 4. Durch die Umstellung auf Windows war Fritz 4 um ca. 50 Elopoints schwächer als Fritz 3. Dies wurde in nachfolgenden Versionen nachgeholt.
Versionen von Fritz
- 1991: Fritz
- 1992: Fritz 2
- 1994: Fritz 3
- 1996: Fritz 4
- 1998: Fritz 5.0 und 5.32
- 2000: Fritz 6 und Fritz SSS*
- 2001: Fritz 7, Tiefe Fritz 7
- 2003: Fritz 8, Deep Fritz 8 und Fritz X3D
- 2005: Fritz 9
- 2006: Fritz 10 (November)
- 2007: Fritz Mobil
- 2007: Fritz 11 (November)
- 2009: Fritz 12 (Oktober)
- 2011: Fritz 13 (Oktober)
- 2012: Tiefer Fritz 13 (Juni)
- 2013: Tiefer Fritz 14
- 2015: Fritz 15
- 2016: Fritz 16
Viel Glück von Fritz
Fritz 10.x wurde noch nicht von der SSDF getestet, aber die ältere Fritz 9 hatte eine Stärke von 2812 elo. Das sind 104 Elopunkte weniger als das Computerschachprogramm Rybka. Fritz spielt taktisch stark und hat im Vergleich zu anderen Schachprogrammen ein sehr umfangreiches und fehlerfreies Eröffnungsbuch.
Kramnik vs. Fritz (2002)
Im 2002 Schach gegen eine Fritz-Version gespielt Vladimir Kramnik, das Spiel endete unentschieden 4-4. Diese Version wurde mit sogenanntem Multi-Processing entwickelt und hieß Tiefe Fritz.
Kasparov gegen Fritz (2003)
Im Jahr 2003 Handel Garri Kasparov gegen Fritz, der mit vier Prozessoren hat funktioniert. Diese Version hieß X3D Fritz. Am 11., 13., 16. und 18. November wurden vier Spiele ausgetragen. Kasparov galt damals als der Stärkste Schachspieler in der Welt. Kasparov spielte nicht gegen ein Spielbrett, sondern benutzte eine spezielle Brille. Mit dieser Brille könnte er dreidimensional die Partei ansehen.
Erste Party
Das erste Spiel endete nach 37 Zügen in zeichnen. In einem Slawische Öffnung Kasparov wurde zunächst mit Weiß besser und schien gewinnen zu wollen. Durch eine Qualitätsopfer Fritz balancierte das Spiel.
Zweite Party
Das zweite Spiel wurde von Kasparov verloren. Im 32. Zug machte er einen Fehler und musste sieben Züge später aufgeben. In diesem Spiel Berliner Variante von dem Spanisch gespielt. Kasparov hatte sich zunächst eine gute Position aufgebaut. Ein katastrophaler Turmzug brachte ihn in eine schlechte Position und musste immer mehr Zeit investieren. Fritz hat keine Fehler gemacht. Die Party dauerte vier Stunden.
Dritte Seite
Das dritte Spiel wurde von Kasparov überzeugend gewonnen und brachte die Punktzahl auf 1,5-1,5.
Vierte Partei
Das vierte und letzte Spiel verlief wiederum unentschieden, wobei auch die Gesamtendnote gleich blieb: 2,0–2,0.
Kramnik vs. Fritz (2006)
Vom 26. November bis 5. Dezember 2006 spielte Kramnik erneut gegen Deep Fritz. Der Schachcomputer war noch stärker als 2002. Die Partie fand in Bonn statt und wurde mit 1 Million Dollar gespendet. Fritz gewann mit 4:2 gegen Kramnik. In der zweiten Partie machte Kramnik einen Fehler von seltener Größe: Er verpasste in einer Partie Schachmatt und wurde Schachmatt schachmatt. Auch das sechste und letzte Match wurde von Fritz gewonnen.