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Gaffellibel
Gabel Libelle
IUCN-Status: Nicht bedroht[1] (2007)
männlich
Taxonomische Klassifikation
Reich:animalia (Tiere)
Stamm:Gliederfüßer (Arthropoden)
Klasse:Insekten (Insekten)
Auftrag:Odonata (Libellen)
Unterordnung:Anisoptera (Echte Libellen)
Familie:Gomphidae (Rom Schrauben)
Sex:Ophiogomphus (Gabellibellen)
Nett
Ophiogomphus cecilia
(viercroy, 1785)
Ursprüngliche Kombination
Libellula cecilia
weiblich
Bilder aufWikimedia CommonsWikimedia Commons
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Insekten

Das Gaffelglocke (Ophiogomphus cecilia) ist ein echte Libelle (Anisoptera) aus der Familie der Rumschrauben (Gomphidae). Es ist eine sehr seltene Art in den Niederlanden mit einem grasgrünen Kopf und einem grasgrünen Brustkorb.

Der wissenschaftliche Name der Art wurde 1785 als Libellula cecilia herausgegeben von Antoine François de Fourcroy.[2]

Aussehen

Die Gaffelglocke ist meist sofort an der grasgrünen Farbe des Kopfes, der Augen und des Brustkorbs und dem Beginn des Hinterleibs zu erkennen. Der Bauch ist ansonsten schwarz mit einer Reihe von langen, eingeschnürten und sich verjüngenden gelben Flecken auf dem Rücken (in der Draufsicht). Der Brustkorb ist mit schmalen grünen Linien und einem reduzierten ersten Seitennahtstreifen gezeichnet. Bei jungen oder sehr alten Personen ist die markante grüne Farbe manchmal nicht sichtbar oder unauffällig. Männchen haben am Ende des Hinterleibs eine deutliche keulenförmige Verbreiterung (Segmente 7–10). Weibchen sind ähnlich wie Männchen gezeichnet, haben aber einen breiteren Körperbau und kaum eine keulenförmige Erweiterung des Hinterleibs. Die Körperlänge ausgewachsener Tiere liegt zwischen 50 und 60 Millimeter.

Das Larve ist relativ groß für ein Bürzel (27–32 mm lang) und hat einen breiten Körper mit gut entwickelten Rückenhöckern.

Flugzeit

Die Flugzeit der Gaffelglocke ist von Ende Mai bis September, besonders aber im Juli und August.

Verhalten und Fortpflanzung

Die Larven leben vergraben im Grund eines Baches oder Flusses, in Sand oder Kies. Sie überwintern drei (manchmal zwei oder vier) Mal und schlüpfen von Ende Mai bis August. Gabellibellen, die noch nicht geschlechtsreif sind, können weit vom Wasser fliegen, um zu jagen und sich auszuruhen. Diese Tiere sind oft beim Sonnenbaden auf dem Boden, auf einem Baumstamm oder einem Stein anzutreffen. Geschützte Waldränder und sonnige Waldwege sind beliebt. Geschlechtsreife Männchen kehren ins Wasser zurück, wo sie seitlich und über dem Wasser patrouillieren. Sie sitzen oft auf einem Stein, einem kahlen Boden oder einem hervorstehenden Ast. Vor der Eiablage fliegt das Weibchen ohne Männchen über ruhige Teile eines Flusses oder Baches und wirft die Eier mit der Bauchspitze in Form von Eierklumpen ins offene Wasser, die zunächst aus dem Bauch herausgedrückt werden. Die Eier sind oval und etwa 0,5 mm lang, mit einem stumpfen Vorsprung an einem Pol.[3]

Lebensraum

Das Lebensraum der gaff-belle besteht aus Flüssen und großen Bächen mit einem Bodensubstrat aus vorzugsweise Kieselsteinen oder grobem Sand. An den Ufern stehen oft Bäume und Sträucher, aber ein Teil des Ufers muss kahl sein. Die Gewässer sind mindestens einige Meter breit und haben wenig oder keine Vegetation. Die Art bevorzugt klares Wasser, kommt aber auch in weniger klaren Flüssen vor.[4][5]

Vertriebsgebiet

Das Sortiment der Gaffelglocke umfasst Europa, Zentralasien und Russland. In Afrika kommt die Art nicht vor. In Europa ist es eine Art in Mittel- und Nordosteuropa, zusammen mit einigen isolierten Populationen in Frankreich, Italien und Südosteuropa. Die Art kommt auf der Iberischen Halbinsel, den Britischen Inseln, Schweden und Norwegen nicht vor. Die Art wurde erstmals am 6. August 2015 in Belgien beobachtet. In den Niederlanden findet man die Gaffelglocke nur entlang der rühren und der Schwalm in Limburg. Es ist möglich, dass sich die Gaffelibel in Limburg langsam ausbreitet und die Art in Zukunft auch entlang der Gittergewebe.

Verwandte und ähnliche Arten

Verwechslungen mit anderen Schrauben möglich, insbesondere die pinkeln bolzen (Gomphus pulchellus), Bach-Rombout (Gomphus vulgatissimus) und kleine Tangled Libelle (Onychogomphus forcipatus). Gegabelte Libellen sind meist leicht an der grasgrünen Farbe von Kopf, Brustkorb und Bauchansatz zu erkennen. Bei jungen oder alten Exemplaren kann die grüne Farbe jedoch (fast) fehlen. Es kommt zu Verwechslungen mit dem Plas Toben, der ebenfalls schmale Streifen am Thorax aufweist, ansonsten aber die Zeichnung von Thorax und Abdomen abweicht. Auch der Bachrücken hat oft eine grünlich-gelbe Grundfarbe, aber dieser hat an Beinen, Brustkorb und Hinterleib viel mehr Schwarz. Die Weibchen der Little Tangled Libelle ähneln der weiblichen Gafflily, haben aber ein "geschäftiges" Brustmuster aus breiten schwarzen Streifen, breiteren Bauchflecken und kein Grün an Kopf und Brustkorb.

Im Larvenstadium ist auch eine Verwechslung mit der Kleinen Tanglibelle (sie hat jedoch einen seitlichen Dorn am Segment 6) und mit dem Geschlecht der Rumschrauben (aber diesem fehlen die dorsalen Knöpfe, die die Gaffelglocke hat).

Bedrohungen und Schutz

Die Art ist auf dem Rote Liste der IUCN als nicht gefährdet, Bewertungsjahr 2007; der Bevölkerungstrend ist laut IUCN stabil.[1] Auf der Niederländische Rote Liste (2004) wurde die Gaffelglocke noch berücksichtigt kritisch gefährdet, aber auf der Liste 2015 hat sich der Status geändert zu bedroht.

Zitat