WikiDer > Gallica
Gallica | ||||
| Etabliert | 1997 | |||
| Ort | Digitale Bibliothek | |||
| Sammlung | ||||
| Nummer | 3606562 | |||
| Webseite | ||||
| ||||
Gallica ist der digitale Bibliothek des Nationalbibliothek von Frankreich und eine Reihe weiterer Partner. Sie gibt uneingeschränkter Zugang zum digitalisierten Manuskripte, Kartularien, Bücher, Zeitschriften, Partituren, Karten, Videos, Fotos, Miniaturen und Tonaufnahmen.
Am 10. Februar 2010 fügte Gallica ihrer Sammlung das millionste Werk hinzu: Scenes de la vie de Boheme,[1] von Henry Murger, 1913. Ende 2015 umfasste die Sammlung bereits mehr als 3.606.562 Objekte.
Die Seite ist für jedermann frei zugänglich und zählt zu den größten Sammlungen weltweit. Die Suche im Inhalt muss über die Website erfolgen Gallica. Ein Großteil des Inhalts ist in der Deep Web und kann daher über herkömmliche Suchmaschinen nicht gefunden werden.
Geschichte
Gallica entstand aus der Initiative von François Mitterrand für einen „neuen Bibliothekstyp“ im Jahr 1988. Es wurde ein Projekt für eine virtuelle Bibliothek gestartet, die über Bildschirme im Lesesaal des BnF zugänglich sein sollte. Anfangs dachten sie an 100.000 Titel und 300.000 Bilder.
Als 1990 die 1990 weltweites Netz sich sehr schnell verbreitete, wurde Mitte der 1990er Jahre beschlossen, die digitale Bibliothek der BnF für jedermann im Web frei zugänglich zu machen. 1997 wird Gallica über das Internet zugänglich. Damals war das Angebot auf 2500 digitalisierte Bücher im Bildformat und 250 Bücher im Textformat beschränkt.
Eine neue Version der Website wird im Jahr 2000 folgen. Die überwiegende Mehrheit der digitalisierten Dokumente liegt immer noch im Bildformat vor. Danach wird ein Programm gestartet, um die täglichen Veröffentlichungen in der französischen Presse zu digitalisieren. In 2004, Google Bücher begann. Darauf reagiert Jean-Noël Jeanneney, damals Direktor der BnF, mit seiner Publikation Quand Google défie l'Europe (wenn Google Europa herausfordert), in dem er für eine europäische Antwort plädiert. Die BnF wird das Digitalisierungsvolumen stark erhöhen und immer stärker auf die Digitalisierung im Textformat umstellen. Seitdem wurden 2007, 2010 und 2015 neue Versionen installiert und das Tempo der Digitalisierung deutlich gesteigert.
Seit 2006 sind alle digitalisierten Werke mit a . gekennzeichnet Archivressourcenschlüssel, ein persistente Kennung zur langfristigen Identifizierung. Alle Dokumente sind zusätzlich mit einem beschreibenden Hinweis versehen.
Im Jahr 2008 wurde in Zusammenarbeit mit den Verlagen und den Websites von damit begonnen, Werke anzubieten, für die noch Urheberrechte gelten E-Book-Händler.
Die Digitalisierung wertvoller Werke wie Handschriften, Stiche, Partituren und dergleichen wird 2010 beginnen.
Kollektionen
Laut auf der Website veröffentlichten Zahlen konnte Gallica am 22. Dezember 2015 insgesamt 3.606.562 Dokumente anbieten, davon:
- 625.663 Bücher
- 1.519.652 Presseartikel und Zeitschriften
- 873.100 Drucke
- 65.578 Handschriften
- 95.029 Karten
- 39.878 Punkte
- 34.432 Tonaufnahmen
- 13 Videos
- 353.217 verschiedene Objekte
|