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Gessius Florus

Gessius Florus war mal Prokurator Über Judäa von 64 bis zum Ausbruch des Jüdischer Krieg[1] im 66 nach Chr.

Florus kam aus Clazomenae im Asien und gehörte dem Staat der Aktien. Mit seiner Frau Cleopatra war gut befreundet poppaeaFrau des Kaisers Nero. Laut Josephus verdankte Florus seine Ernennung nach Judäa dieser Freundschaft.[2]

Die Hauptquelle für Florus' Handlungen ist der jüdische Historiker Flavius ​​​​Josephus. Er beschuldigt Florus der Korruption, die der Vorgänger von Florus Lucceius Albinus hatte am Ende seiner Regierungszeit mehr oder weniger heimlich eingesetzt, um offen zu praktizieren. Banditen konnten ungestört ihren Geschäften nachgehen, weil sie sich die rechtliche Verfolgung abkaufen konnten. Außerdem ließ Florus mehrere Dörfer plündern, auch wenn es nur geringfügige Vorwürfe gab, um sich auf diese Weise zu bereichern. Laut Josephus "zeigte Florus (...) sein kriminelles Verhalten uns [= den Juden] gegenüber offen zur Schau, als ob er gerade geschickt worden wäre, um seine Schurkerei zu demonstrieren. Kein Greifen und Greifen jeglicher Art und nein, er ging ungerechte Strafe ungeprüft."[3] Josephus wirft Florus sogar vor, den jüdischen Aufstand absichtlich provoziert zu haben.[4] Laut Josephus versuchte Florus also, seine Korruption zu verschleiern und sich nicht für sein Verhalten in Rom verantworten zu müssen.

Das Bild, das Josephus malt, ist äußerst negativ und es ist klar, dass seine Charakterisierung eine rhetorische Übertreibung ist. Anhand konkreter geschilderter Situationen aus der Zeit der Florus-Prokuratur, in denen Florus und seine Truppen auf relativ kleine Vorfälle hart und provokativ reagierten[5]Tatsächlich betrachten moderne Historiker Florus' Aktionen als hart und taktlos. Sie sehen darin jedoch nicht die Hauptursache des jüdischen Krieges. Sie führen dies vielmehr auf zunehmende Spannungen zwischen den sozialen Klassen im damaligen jüdischen Land (sowohl innerhalb von Judäa selbst als auch überregional) zurück, die mehr oder weniger mit Sympathie und Antipathie für die römischen Herrscher zusammenfielen. Die Vorfälle, die sich unter Florus' Staatsanwaltschaft ereigneten, fungierten eher als Katalysator für den Ausbruch dieser Spannungen als als Ursache.[6]

Nach Ausbruch des Jüdischen Krieges Marcus Antonius Julianus an die Stelle von Florus berufen, obwohl er in der Praxis nicht als solcher fungiert zu haben scheint. Wie Nero die Leistung von Florus in Judäa beurteilte, wird in alten Quellen nicht berichtet. Auch über Florus' späteres Leben und seinen Tod ist nichts bekannt.[7]