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Gotische runeninscripties
Der Ring aus dem Schatz von Pietroassa mit gotischer Runeninschrift (Zeichnung von Henri Trenk, 1875)

Das gotischRunenInschriften sind nicht zahlreich, aber aufgrund ihres Alters interessant.

Die Runeninschrift auf einer bei . gefundenen Lanzenklinge stammt aus dem 3. Jahrhundert Kowel (in der Nähe von Brest, Ukraine). Der Text lautet: "Tilariden", aber nicht jeder ist sich dessen sicher. Auch die Deutung von "Tilariden" ist unsicher. Man denkt an eine Bedeutung wie "Angreifer". Vielleicht ist es der Name des Lanzenbesitzers oder ein Hinweis auf die Lanze selbst.

Eine weitere sehr kurze Runeninschrift stammt aus Dahmsdorf. Auch hier handelt es sich um ein Lanzenblatt, auf dem die Inschrift: "ran(n)ja" zu lesen ist. Dies könnte "Läufer" bedeuten und für die Lanze selbst gelten. Das Datum wird auf das dritte Jahrhundert zurückgeführt.

Die interessanteste gotische Inschrift findet sich auf einem Goldring, der einst Teil des Schatzes von Pietroassa (heute Rumänien). Der Text lautet:

gutani oder wi hailag

Die Interpretation ist schwierig, aber man kann sich eine "Übersetzung" vorstellen als:

"Eigentum der Goten, Heiligkeit durch Macht geschützt".

Bemerkenswert an dieser Inschrift ist, dass hier offenbar der Eigenname für die Goten verwendet wird.