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Gottfried Feder
Gottfried Feder
Gottfried Feder, 1930
Allgemeines
Geburtsdatum27. Januar1883
Sterbedatum24. September1941
SexMann
GeburtsortWürzburg
Ort des TodesMurnau am Staffelsee
Funktion
Die SeideFlagge von Deutschland (1935-1945).svgNazi Deutschland
OrganisationParteiadler Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (1933–1945) (andere).svgNSDAP
SpezialfunktionReichskommissar
Portal  Portalsymbol  Zweiter Weltkrieg

Gottfried Feder (Würzburg, 27. Januar1883 - Murnau am Staffelsee, 24. September1941) war ein DeutscheÖkonom und Nationalsozialist Politiker.

Von den frühen 1920er bis in die frühen 1930er Jahre war Feder der wirtschaftliche Guru Hinter NSDAP. Er war bekannt für seine Hetze gegen die Aufhebung von Interesse ("Interessensklaverei").

Gottfried Feder wurde 1883 als Sohn des Regierungsbeamten Hans Feder geboren. Er besuchte das Gymnasium in Ansbach und München, danach Berlin und Zürich Maschinenbau studiert. 1908 begann er bei einem Bauunternehmer zu arbeiten, der hauptsächlich Bulgarien Projekte durchgeführt. 1917 begann er ein Studium der Wirtschaftswissenschaften, das er nicht an einer Universität, sondern im Selbststudium absolvierte. Ab 1919 begann er, Werke zu veröffentlichen, in denen er sich für die Abschaffung der „Zinssklaverei“ einsetzte. Er engagierte sich auch für die DAP, ursprünglich als Dozentin, später als Mitglied.

Feders Ideen waren im Allgemeinen sehr antikapitalistisch und antisemitisch. Feder war der Meinung, dass die Juden durch ihre Macht über das große Geschäft der Welt und Deutschland vor allem versucht zu dominieren. Eine seiner Speerspitzen war sein Plädoyer für die „Durchbrechung der Zinssklaverei“. Interesse war seiner Meinung nach Geld, für das man nichts tun musste und ein Mittel der Gläubiger, um Schuldner in ihre Gewalt zu bringen. Feder gehörte zum „linken Flügel“ der NSDAP, zu der auch die Brüder gehörten Gregor und Otto Strasser und Ernst Röhm gehörte.

In dieser Funktion lernte er auch leerde Adolf Hitler und wurde bald zum wirtschaftlichen Vordenker der Partei. Das hatte nicht so sehr mit seinen eigenen Fähigkeiten zu tun, sondern damit, dass Wirtschaft und Finanzen Hitler nicht interessierten. Dadurch konnte Feder sein Programm nahezu unverändert im Parteiprogramm umsetzen. Hitler nutzte es auch als "Abendfüllung": Nach einem einschläfernden Vortrag von Feder war eine Rede Hitlers umso beeindruckender.

1924 wurde die NSDAP verboten, aber indirekt über Dachverbände und ein rechtsextremes Bündnis mit anderen (norddeutschen) völkische Parteien bei den Reichstagswahlen. Dieses Bündnis lief sehr gut und durfte 28 Reichstagsabgeordnete versorgen. Feder war einer von zehn Nazis, die Reichstag nahm Platz, wo er sich für ein Zinsverbot und eine Enteignung jüdischen Eigentums einsetzte. 1927 veröffentlichte er "Das Programm der N.S.D.A.P. und seine weltanschaulichen Grundlagen", in dem er die Wirtschaftspolitik der NSDAP skizzierte und ihren antikapitalistischen Ton schärfte. 1931 wurde Feder Vorsitzender der Wirtschaftskommission der NSDAP und nach der Machtübernahme im Januar 1933 Staatssekretär für Wirtschaft. Feder veröffentlichte in dieser Zeit drei weitere Werke, darunter einen Hassbrief gegen die Juden. Er war enttäuscht, dass Hitler ihm keine höhere Position gegeben hatte, aber er hatte gute Gründe dafür. Feders radikale Ideen entfremdeten Großindustrielle wie Krupp und Thyssen der Partei. Auch der pragmatische und sehr intelligente Minister Welle war mit Feder nicht zufrieden. Feder hatte sich diesen Kontakten immer widersetzt und für Solidarität mit Arbeitern und Streikenden plädiert. Doch Hitler brauchte die Industrie: zunächst um die Partei nach all den Kampagnen vor dem Bankrott zu retten, später für ihren Einfluss und zum Aufbau eines Militärapparats. Da es nicht ratsam ist, in die Hand zu beißen, die einen füttert, hat Hitler Feder ins Abseits gedrängt. Nach dem Nacht der langen Messer, in dem fast alle Unterstützer von Feder ermordet oder aus der Partei gesäubert wurden, verließ er die Partei und wurde Professor an der Technischen Universität Berlin. Er starb 1941 im Alter von 58 Jahren.

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