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Das Graphophon (Englisch: Graphophon) war ein Gerät zur Aufnahme und Wiedergabe von Ton und gilt als Vorläufer der Diktaphon. Es war eine verbesserte Version des Grammophon ab 1877 von Thomas Edison. Das Graphophon wurde um 1885 von einem Assistenten erfunden Charles Sumner Tainter im Volta-Labor von Alexander Graham Bello und Alexanders Cousine Chichester Bello.
Entwicklung
Bei Edisons "sprechender Maschine" wurden die Schallschwingungen über eine Membran und eine Stahlnadel aufgenommen, weil die scharfe Spitze der Nadel in einer Schicht eine unterschiedlich tiefe Rille erzeugte Blechdose die um einen rotierenden Zylinder montiert war. Nach der Aufnahme wurde die Nadel an den Anfang des Zylinders gebracht und in die Tonspur gelegt. Durch anschließendes Drehen des Zylinders wurde der aufgenommene Ton über ein Horn abgespielt. Nachdem Edison das Patent auf seinen Phonographen erhalten hatte, entwickelte er die Maschine jedoch nicht weiter, da er sich fortan voll und ganz mit der Erfindung der Glühlampe beschäftigte.
Bell und Tainter sahen die Verwendung von Zinnfolie in Edisons Design als ein großes Hindernis. Erstens musste man für eine gute Aufnahme eine starke Stimme haben und zweitens waren die Aufnahmen so zerbrechlich, dass sie nach mehrmaligem Abspielen zu verblassen begannen. Nach fünf Jahren des Experimentierens mit verschiedenen Materialien kamen sie zu dem Schluss, dass Carnaubawachs auf einer Papierrolle ergab das beste Ergebnis, da neben einer tieferen Rille auch eine feinere Rille geschnitten werden konnte. Während Edisons Design eine Aufnahmezeit von zwei bis drei Minuten hatte, konnte ihre verbesserte Version zehn Minuten aufnehmen.[1]
Diese Innovation wurde im Mai 1886 gemacht[2] unter dem Namen "Graphophone" patentiert. Es wäre ein wichtiger Schritt in der Weiterentwicklung und der erste Schritt zur Herstellung eines kommerziell verkäuflichen Produkts.
Patentrechte
Obwohl Bell und Tainter Edison als eigentlichen Erfinder anerkennen und ihn im Gegenzug für die Weiterentwicklung sogar am Gewinn beteiligen wollten, lehnte Edison ihren Vorschlag entschieden ab. Ihm zufolge hatten sie seine Lieblingserfindung gestohlen, also verklagte er die Herren wegen Verletzung seines Patents von 1878. Der Fall wurde später zwischenzeitlich beigelegt, auch weil Edison einige von Tainters Ideen in späteren Versionen seines Phonographen verwendet hatte.
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
Externe Links:
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