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Groene golf
Beispiel für eine grüne Welle.

EIN grüne Welle ist ein Begriff aus dem Verkehrstechnik und bedeutet, dass der Verkehr (meist Autofahrer, oft aber auch ÖPNV und manchmal sogar Radfahrer) auf einem VerkehrWeg mit mehreren Ampeln kann weiterfahren, ohne anzuhalten (jede Ampel ist beim Überholen grün). Dies wird erreicht, indem der Zyklus der Ampeln verknüpft und an die durchschnittliche Fahrgeschwindigkeit angepasst wird.

Ziel einer Grünen Welle ist nicht nur der Geschwindigkeitsgewinn für Autofahrer (der relativ gering ist, da auch Querverkehr vorhanden ist; die starre Welleneinstellung kostet auch Kapazität und damit Wartezeit), sondern vor allem die Sicherheit: Reduzierung des Stresslevels, was Es ist möglich, in gefährlichen Momenten wachsamer zu sein. Grüne Wellen können auch die Routenwahl von Autofahrern beeinflussen, sodass beispielsweise Wohnstraßen autofrei einbiegen in. Im Deutschland werden oft in Kombination mit einer „Grünen Welle“-Verkehrszeichen angezeigt, die die Geschwindigkeit anzeigen, um an der nächsten Ampel ungestört fahren zu können.

Grüne Wellen sind oft schwer zu realisieren, weil eine (befahrene) Kreuzung auf dem Grünen-Wellen-Zyklus nicht oder nicht immer angepasst werden kann.

Fußgänger

Auch für Zweiteiler Fußgängerüberwege eine grüne Welle ist möglich. Hat ein Fußgänger den Mittelstreifen der Kreuzung erreicht, wird die Ampel so gestellt, dass sie sofort auf Grün wechselt. Langsame Fußgänger (ältere, behinderte usw.) werden ebenfalls berücksichtigt, um zu verhindern, dass Personen zurückgehen, wenn sie eine rote Ampel sehen. Das Grünphase wird dann so eingestellt, dass Fußgänger die Hälfte der Kreuzung überqueren können.

öffentlicher Verkehr

Gerade in Ballungsräumen sind Grüne Wellen für den Autoverkehr sehr ärgerlich und für Busse und Straßenbahnen teuer. Schließlich müssen sie meist an Haltestellen zwischen den Kreuzungen anhalten. Die benötigte Zeit zum Bremsen, Anhalten und Wiederbeschleunigen ist in der Regel etwas länger als die grüne Welle, sodass Busse und Straßenbahnen systematisch nur bei Rot ankommen und dann die gesamte rote Zeit warten müssen.Ein weiteres Problem ist die Störung der Regelmäßigkeit. Straßenbahnen und Busse, die etwas zu früh fahren, treffen weniger Fahrgäste an der Haltestelle, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass sie einfach "die Welle machen". Zu frühe Fahrzeuge werden daher vorgezogen und betreffen somit immer weniger Fahrgäste. Das Ergebnis ist der "Roskes-Effekt", benannt nach dem Verkehrsingenieur Rob Roskes (1979): Die meisten Reisenden befinden sich nach längerer als der theoretischen Halbintervall-Wartezeit in den langsamsten Fahrzeugen und brauchen für die Fahrt länger als das durchschnittliche Fahrzeug wohl unterschätzt Die Folge kann auch sein, dass die Grüne Welle die Dominanz des Autos in der Verkehrspolitik weiter akzentuiert und damit das Gefühl verstärkt, dass der „ÖPNV für Verlierer“ sei.

In modernen Ampelanlagen, sogenannten Ampel Einfluss der "Kopf" und/oder das "Ende" der Welle werden zeitlich leicht verschoben, so dass kurzhaltende Busse und Straßenbahnen "einfach bis zur nächsten Ampel kommen" und langhaltende frühzeitig von der nächsten Welle profitieren. Die Landung in der nächsten Welle kann auch durch abwechselnde Stopps vor und nach Kreuzungen (null oder zwei Stopps pro Straßenabschnitt) gefördert werden, sodass man entweder mit der Welle fährt oder während der Rotzeit ein zweites Mal stoppt.

Ampelverspätungen machen rund 91 % der Fahrzeitverteilung in Ballungsräumen aus (Studie HTM Den Haag) und kosten jährlich mehr als eine Milliarde Euro an unrentablem Fahrer- und Fahrzeugeinsatz.

Siehe auch den Artikel über Grünphase

Zug

In den Niederlanden ProRail arbeiten daran Projekt Die Grüne Welle. Teil dieses Projekts ist ein Geschwindigkeitsberatungssystem für Güterzüge und Personenzüge, damit Fahrer seltener gelb oder rot Signal begegnen wird. Durch die konstante Geschwindigkeit, die dann gefahren werden kann, werden Zeit (Abbremsen) und Energie (Beschleunigen) gespart und die Gleiskapazität erhöht.

Fahrrad

Grüne Wellen für Radfahrer werden hauptsächlich auf wichtigen Fahrradachsen mit vielen Radfahrern und relativ vielen Ampeln verwendet. Die Ampeln werden dann so eingestellt, dass bei einer Geschwindigkeit von 18 km/h (Niederlande) bzw. 20 km/h (Dänemark) die Radfahrer immer grünes Licht haben. In einigen Fällen wird die empfohlene Geschwindigkeit durch Lichter angezeigt.