WikiDer > Gruitrodeheide
Das Gruitredheide war ein ausgedehntes Heidegebiet von ca. 5.000 Hektar am östlichen Rand des Kempens-Plateau.
Dies war einst ein Wald (Roder- oder Gruitroderbos), bestehend aus Unterholz von Eichen, aber durch Abholzung und Überweidung Im frühen Mittelalter wurde diese in Heide umgewandelt. Nachdem der Wald verschwunden war, wurde das Gebiet zum Weiden von Schafen, zum Rasenmähen und zur Bienenhaltung genutzt. Ein solches Gebiet war besonders wichtig für die Düngung des nahegelegenen Ackerlandes.
Die Besitzverhältnisse in Bezug auf diese Heide müssen uralt sein, da sie auf die Gründung der Dörfer in der Umgebung (im 11. Jahrhundert) zurückgehen. Es ging um gruitrode, stöhnen, opfer und etwas später auch auffrischen. Und obwohl die Heide formell im Besitz der jeweiligen Herren war, war ihr Nießbrauch (siehe: kommunale Rechte) war lange Zeit ein faktisches Recht der Bewohner, später betrachteten sie die Heide als ihr eigentliches Eigentum, das sie gemeinsam gegen die Gegner dieses Eigentumsrechts verteidigten.
Sicherlich gab es bereits 1390 eine Grenzziehung zwischen den Besitztümern der verschiedenen Dörfer, aber erst 1853 wurde eine endgültige Regelung erlassen und das Gebiet auf die betroffenen Gemeinden aufgeteilt.
Heutige Tag
Die Gruitroderheide wurde rekultiviert und größtenteils mit Nadelholz bepflanzt. So wird unter anderem das aktuelle Prestige von Solterheide und Gruitroderbos. Heute gehört ein Teil davon zum Naturpark Dünengürtel.