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Guillaume Hesse | ||||
| Geboren | 9. Oktober1898 | |||
| Verstorben | 11. Oktober1968 | |||
| Geburtsland | ||||
| Beruf(e) | Cellist, Musikpädagoge | |||
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Guillaume Hesse (Amsterdam, 9. Oktober1898 – Bärn, 11. Oktober1968) war ein Holländer Cellist.
Er war der Sohn von Henri Jean Hesse und Jacoba Maria Blesing. Er selbst war mit Jenneke Francina Tolhoek verheiratet. Er wurde eingeäschert am Driehuis-Westerveld.
Seinen ersten Musikunterricht erhielt er von seinem Vater, dem Geiger Henri Jean Hesse. Dann folgte eine Ausbildung an der Amsterdamer Konservatorium Biene Isaac Muschel (Cello) und Jean Baptiste de Pauw (Klavier). Während seiner Ausbildung gewann er Preise bis hin zum Exzellenzpreis 1918. Danach ging er als Cellovirtuose, Solist mit verschiedenen Orchestern und Kammermusikensembles in die Niederlande. Er war Teil des Het Hollandsch Trio (Pianist Jan Kuiler, Geigerin Jan Bresser). Auch im Duo mit Pianist Hans Franco Mendes er sorgte im In- und Ausland für Furore. In diesen Jahren um 1920 veröffentlichte er auch eine Reihe von Veröffentlichungen mit Studienwerken für das Cello und war 1923 an der Gründung des Vorgängers des Niederländischer Tonkünstlerverband. 1924 wurde er der erste Solocellist mit dem Groninger Orchester, eine Position, die er zwei Jahre später gegen eine ähnliche Position bei der Oslo Philharmonisches Orchester. In dieser Funktion knüpfte er weitere Kontakte zur internationalen Musikwelt bis zu Igor Strawinsky an, der 1931 für die norwegisch Orchester stand. Im folgenden Jahr kehrte Hesse in die Niederlande zurück, um Teil des Waleson-Quartetts zu werden, das bis 1939 von nationaler und internationaler Bedeutung war (mit Geigern Dick Waleson, Nickerchen im Klijn und Bratschist Giel Smit). Wenn der Zweiter Weltkrieg ausbrach, gab Hesse seine Karriere als Cello-Virtuose auf und begann als Musikpädagoge zu arbeiten. Dabei bediente er sich der von ihm selbst erfundenen Exermano-Methode, wobei der Schwerpunkt auf dem wohlüberlegten und effizienten Einsatz von Muskeln und dem Gleichgewicht zwischen Körper und Geist lag. Für das zugehörige Gerät hat er in verschiedenen Ländern ein Patent erhalten Exermano. Seine Methode funktionierte gut bei Musikern mit Beschwerden der Hand- und Armmuskulatur. Er ist so weit gegangen und hat sich damit innerhalb der Musikpädagogik selbstständig gemacht.
Veröffentlichungen:
- Douze études d'artistes pour violoncello (1920/1923)
- 1200 Übungen Pratiques des Doigts (1924-1926)
- Bedingungen in unserem Musikleben (1922) (Artikel in Der Telegraph)
- Eine humane Erfindung (Artikel in De Telegraaf über Exermano (1939)
Hesse spielte ein Cello von Jakob Weiss (Salzburg, 1740), das noch heute gespielt wird und sich im Besitz des Niederländischen Musikinstrumentenfonds befindet. Sein Archiv wird vom Niederländischen Musikinstitut verwaltet.
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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| Bibliographische Informationen |
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Kontrollnummer der Kongressbibliothek:nb98092364 |