WikiDer > Gustave De Man
Gustave De Man (Brüssel, 20. Mai1805 – Ixelles, 10. Juli1887) war ein belgischer Architekt.
Leben und Arbeiten
Gustave de Man wurde 1805 in Brüssel geboren und erhielt seine Ausbildung an der Königliche Akademie der Schönen Künste In Brüssel.
1834 gewann er den Preis von Rom für Architektur. Er war der erste Preisträger, der diesen Preis für die Disziplin Architektur erhielt. Er blieb vier Jahre in Italien und arbeitete nach seiner Rückkehr nach Belgien hauptsächlich für die Regierung. 1841 wurde er vom Minister für öffentliche Arbeiten angeworben, um durch den Bau von Bahnhöfen zur Entwicklung des Eisenbahnnetzes beizutragen. Er zeichnete unter anderem die Pläne für den Bahnhof von Cureghem, Kökelberg und Brüssel West. Er entwarf auch religiöse Architektur, wie die Sakristei der Kirche Unserer Lieben Frau von Sablon im Brüsseler Sablon. Er zeichnete Pläne für verschiedene neugotische Kirchen: aus Sugny, Rouvroy, Couvin, Äthe, Lacuisine.
Er renovierte auch das Innere des Palast der Akademien. 1853 stellte die belgische Regierung sowohl diesen Palast als auch die dazugehörigen Stallungen dem belgischen Kronprinzen zur Verfügung Leopold II (1835-1909). Auch im Namen seiner Frau Marie-Henriette (1836-1902) baute Gustave De Man im Hof eine richtige Reitschule, die ab 1865 mit den dazugehörigen Stallungen den offiziellen Namen „Royal Stables“ erhielt.
Schließlich zeichnete er auch Privathäuser. Im Saint-Gilles In der Berckmansstraat 110 und 112 (1871 bzw. 1870) befinden sich zwei weitere neoklassizistische Häuser mit symmetrischer Komposition.
Ab 1851 war Gustave De Man Inspektor für die Schulgebäude des nationalen Bildungswesens, 1859 wurde er Mitglied der Königliche Kommission für Denkmäler und 1865 wurde er Mitglied der Royal Academy of Sciences, Letters and Fine Arts aus Belgien. Von 1863 bis 1882 war er Architekturlehrer an der Akademie in Brüssel.
Er starb 1887 im Alter von 82 Jahren.
Literatur
- E. MARCHAL, „Notice sur Gustave De Man“, in Annuaire der L'Académie Royale des Sciences, des Lettres et des Beaux-Arts de Belgique, 63, Brüssel, 1897, p. 157-164.
- A. VAN LOO (Hrsg.), Repertoire der Architektur in Belgien von 1830 bis heute, Mercator-Fonds, Antwerpen, 2003, p. 253.