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Es Haus Grand Ry ist ein Gebäude in der Belgier Stadt Eupen. Das Gebäude ist der Sitz der Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft aus Belgien. Das Gebäude befindet sich in der Oberstadt am Klotzerbahn 32 Im Stadtzentrum.
Woanders in der Stadt ist es Parlamentsgebäude der Deutschsprachigen Gemeinschaft.
Geschichte
An der Stelle des heutigen Gebäudes, unweit des Zusammenflusses von Stadtbach und Favrunbach, stand ein Haus der Familie Leyendecker, das „im Känntchen“ hieß. Diese wurde um 1700 gekauft und vom Tuchfabrikanten Andreas Grand Ry und seiner Frau Maria Elisabeth Klebanck bezogen Kette. Ihr Sohn Nikolaus Joseph, Bürgermeister von Eupen, ließ das alte Gebäude abreißen und baute dort ab 1761 ein neues repräsentatives Wohnhaus samt rückwärtigem Werkstattbereich für die Tuchfabrik – den sogenannten Schererwinkel. Die Arbeiten wurden 1763 abgeschlossen. Den Entwurf des Neubaus lieferte der Aachener Baumeister Johann Joseph Couven, dem vermutlich sein Sohn Jacob geholfen hat. Couven entwarf ein Wohnhaus im Stil eines französischen Stadtpalais mit einem zur Straße hin offenen Hof; eine Form, die ihn in der populär gemacht hat Aachener Raum. Wie im Fall des Hauses Mennicken an Eupener Werthplatz Auch Haus Grand Ry war zunächst umstritten.
Nikolaus Joseph Grand Ry starb im selben Jahr, in dem sein Neubau fertiggestellt wurde. Nach seinem Tod erbte seine Witwe Marie Elisabeth de Wampe, Tochter eines Lütticher Bürgermeisters, das Haus. 1786 unterzeichneten die Kinder des Paares einen Vertrag, der festlegte, dass Andreas Joseph de Grand Ry die Einrichtungsgegenstände gegen Zahlung von 40.000 Gulden an seine Geschwister erhält. Über das Haus konnte er jedoch erst nach dem Tod seiner Mutter 1794 verfügen. 1826 wurde Andreas Jozefs Sohn Jakob Joseph als Besitzer eingetragen, 1855 sein Sohn Karl Jakob Joseph.
Um 1912 wurde das Haus als Postamt genutzt und bis 1978 als solches genutzt. Dann kam der Plan, das Gebäude in den Regierungssitz der Deutschsprachigen Gemeinschaft umzuwandeln. Zu diesem Zweck wurden von 1979 bis 1983 umfangreiche Restaurierungs- und Umbauarbeiten für insgesamt fast 45 Millionen Belgischer Franken. Alle verputzten Decken aus der Bauzeit waren so beschädigt, dass sie ersetzt werden mussten. 1984 wurde der neue Regierungssitz offiziell eingeweiht. Seit 1994 sind im Dachgeschoss auch Büros und Besprechungsräume untergebracht.
Seit 14. Februar 1968 steht das Gebäude unter Denkmalschutz.
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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