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Henryk Mandelbaum
Maldelbaum (von einem Dolmetscher begleitet)

Henryk Mandelbaum (Olkusz, 15. Dezember1922bytom, 17. Juni2008) war ein PolierenHolocaust-Überlebender. Er war der letzte Überlebende der Sonderkommando in dem VernichtungslagerAuschwitz-Birkenau.

Lebenszyklus

Mandelbaum, ein Pole Jude, wurde verhaftet, nachdem er aus dem Ghetto von sosnowiec geflohen war. Seine Flucht wurde verraten und am 22. April 1944 nach Birkenau deportiert. Nach seiner Ankunft in Birkenau wurde Mandelbaum nicht wie damals die meisten Juden sofort vergast, sondern vom Sonderkommando als Zwangsarbeiter im Lager eingesetzt. Damals bestand das Sonderkommando aus etwa 2.000 Zwangsarbeitern. Mitglieder des Sonderkommandos waren zufällig ausgewählte stark aussehende männliche jüdische Häftlinge in deutschen Vernichtungslagern mit Gaskammern, die im Auftrag der SS vergaste Juden aus der Gaskammer und in die Verbrennungsanlage gebracht. Bevor sie ins Feuer geworfen wurden, traten die Arbeitsgruppen in Aktion und trennten die nützlichen Teile von den Leichen: Sie brachen Goldzähne aus den Mündern der Toten und schnitten den Frauen lange Haare. Die goldenen Backenzähne wurden eingeschmolzen und als Goldbarren zum Reichsbank übertragen. Das menschliche Haar wurde recycelt. Die Asche der verbrannten Leichen wurde in Gruben deponiert.

Im Oktober 1944 kamen nicht viele neue Juden in das Lager. Die großen Transporte hatten bereits im Sommer gestoppt. Die Angehörigen des Sonderkommandos verstanden, dass sie nicht mehr gebraucht wurden und fürchteten um ihr eigenes Leben. In der vorangegangenen Zeit waren die Mitglieder des Sonderkommandos völlig taub geworden, so dass sie keine Angst mehr vor dem Sterben hatten. Auf 7. Oktober1944 einen gefunden Aufstand der Kommandanten Platz - Mandelbaum war auch einer der Aufständischen. Der Aufstand wurde niedergeschlagen und die Nazis packten die Aufständischen und sie mussten sich aufstellen. Dann erschossen die Deutschen jeden dritten Mann. Bei diesem Aufstand wurden 451 Häftlinge gehängt oder erschossen. Am Ende würden nur 92 Mann des Sonderkommandos das Ende des Krieges erleben.

Mandelbaum überlebte auch den Aufstand in Birkenau und musste im Januar 1945 zusammen mit den letzten Überlebenden des Lagers an einem Todesmarsch in den Westen. Bei diesem Todesmarsch konnte Mandelbaum seine Lagerkleidung gegen normale Kleidung eintauschen und floh dann. Drei Wochen lang versteckte er sich auf einer Farm. Nach dem Krieg diente er als Zeuge für die Wahrheitsfindungskommission und berichtete über das, was im Lager vor sich ging.

Mandelbaum lebte bis zu seinem Tod in Polen. Die Lagernummer tätowiert auf seinem Unterarm 181 970 er hat es nie entfernen lassen. Er reiste zum ehemaligen Konzentrationslager und nach Deutschland und erzählte von seiner Zeit im Sonderkommando. „Man muss das aber alles löschen, man muss aber alles löschen, wie lange sind die Leute gewenen in der Gaskammer. Man muss löschen, wie lange sie in den Ofen gebrennt haben“, sagte Mandelbaum.

Mitte 2008 starb Henryk Mandelbaum im Alter von 85 Jahren in einem Krankenhaus im polnischen Bytom. Er hatte sich dort vor einigen Tagen einer Herzoperation unterzogen.[1]

Film

  • Eric Friedler, Sklaven der Gaskammer – Das Jüdische Sonderkommando in Auschwitz[2], 2000

Externe Links