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Herman Armand Antoine Ghislain De Vos (Geraardsbergen, 11. Januar1897 - Haltert, 14. September1944) war ein Belgier Lehrer und Sozialarbeiter.[1]
Herman De Vos | ||||
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Lehrer Herman De Vos | ||||
| Allgemeine Information | ||||
| Vollständiger Name | Herman Armand Antoine Ghislain De Vos | |||
| Geburtsname | Herman Armand Antoine Ghislain De Vos | |||
| Geboren | Geraardsbergen | |||
| Verstorben | Haltert, 14.09.1944 (Alter 47) | |||
| Todesursache | erschossen | |||
| Staatsangehörigkeit | Belgien | |||
| Land | Belgien | |||
| Beruf | Lehrerin, Sekretärin | |||
| Bekannt aus | Gründer Flämischer Kindersegen | |||
| Andere | ||||
| Partner | Anna-Irma De Vos | |||
| Kinder | Elf Kinder; Ghisleen De Vos | |||
| Religion | katholisch | |||
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Lebenszyklus
Herman Armand Antoine Ghislain De Vos oder kurz Herman De Vos, wurde am 11. Januar 1897 in Geraardsbergen als Sohn von Edmond De Vos (Bäcker in Geraardsbergen) und Prudence De Wetter geboren. Die Familie bestand aus acht Kindern. Hermann war das sechste Kind.
De Vos wurde Lehrer an der Institut Saint-Martin (das kleine College) in Aalst[2]. Er heiratete (im Alter von 24 Jahren) seine Namensvetterin Anna-Irma De Vos am 15. November 1921, die Familie bestand aus 11 Kindern.
Er wurde einer der Gründer, Standbeine und Generalsekretär von Flämischer Kindersegen, eine flämische nationalistische Familienorganisation, die mit der einheitlichen konkurrierte Familienvereinigung. Er war auch Sekretär des Ortsverbandes von Winterhilfe und Bezirksleiter der Selbstschutz, gegründet Anfang April 1943 in Erwartung schwerer Bombenangriffe.[3]
Er wurde Mitglied der Flämischer Nationalverband (VNV), trat aber 1942 zurück.[4][5]
Unmittelbar nach dem Befreiung er wurde am 3. September 1944 festgenommen, aber am 13. September von der Staatsanwaltschaft von aus der weiteren Verfolgung entlassen Dendermonde[6]. Als er am nächsten Tag freigelassen wurde, wurde er von 6 Mitgliedern der Aalst . festgenommen Weiße Brigade/die fliegende Brigade hingerichtet. In Widerstandskreisen, insbesondere den kommunistischen Anhängern der Unabhängigkeitsfront, die in Aalst zahlreich waren, denen die Gerichte gegenüber Kollaborateuren zu lasch waren. Um Druck auf die Gerichte auszuüben, wollte die Fliegende Brigade im Auftrag einer während der Befreiung eingesetzten Untersuchungskommission „eine Tat“ vollziehen. Dieser Akt war die willkürliche Liquidation eines Kollaborateurs. Ursprünglich war der Fliegenden Brigade befohlen worden, Joseph Van Overstraeten zu liquidieren. Herman De Vos war jedoch die Alternative, wenn die Liquidation bei Van Overstraeten scheiterte.[4] Am Abend des 13. Septembers stellte sich heraus, dass Van Overstraeten nicht zu Hause war, so dass die Fliegende Brigade am frühen Morgen Herman De Vos zur Liquidation auswählte. Die Flying White Brigade nahm De Vos mit unter dem Vorwand, dass den örtlichen Behörden noch einige Abklärungen zukommen müssten. Sie brachten ihn jedoch nach Haaltert, wo seine von Kugeln durchbohrte Leiche hinter der Friedhofsmauer gefunden wurde.[4][7][8]
Fall-De Vos
Nach der Ermordung von De Vos wurde eines der Mitglieder der Fliegenden Brigade festgenommen: „Captain“ L. De Wilde. Er entkam seiner Verfolgung durch die Flucht nach Marseille, Frankreich wurde aber von der französischen Polizei entdeckt und an Belgien übergeben.[4] Der Fall De Vos ruhte eine Weile, bis ein weiterer Mord begangen wurde. Pierre Cornelis (Kriegsschiffe nach Aalst) wurde im Mai 1945 von der Fliegenden Brigade getötet. Die Untersuchung wies auf Dominique Walgraef hin. Dieser hatte ein gutes Motiv zu Pierre Cornelis zum Schweigen: Cornelis wusste, dass er Widerstandskämpfern der deutschen Besatzer erzählt hatte. Auch Geständnisse über den Mord an Pierre Cornelis wiesen auf den Fall De Vos hin. So landeten beide Liquidationen 1948-1950 beim Schwurgerichtshof.[4][8]
1949 wurde der Mord an De Vos mit allen Tätern rekonstruiert: R. De Bom, B. D'Haeseleer, A. Mathys, Pauwels, R. Van Der Veken und „Kapitän“ L. De Wilde. Der Richter entschied, dass die Hauptverantwortung bei Leon Bocken liege und verurteilte ihn zu zehn Jahren Gefängnis.[4][8][9]
Literatur
- R. MEERPOEL, "Krieg und Gewalt in Aalst. Zwischen Widerstand und Kriminalität", Masterarbeit (unveröffentlicht), UGent, 2018/19.
- M. VALCKE, Ansicht der extremen Rechten auf Frauen in den 1930er Jahren in Flandern, Lizentiatsarbeit (unveröffentlicht), RUG, 1987.
- E. DE MAESSCHALCK, Ein Verband für alle Familien. Geschichte der Familienbewegung in Flandern, Brüssel, 1996.
- Gaston DURNEZ & Nele BRACKE, Flämischer Kindersegen, in: Neue Enzyklopädie der Flämischen Bewegung, Tielt, 1998.
- Frans VAN CAMPENHAUT, Herman De Vos, in: Neue Enzyklopädie der Flämischen Bewegung, Tielt, 1998.
- Sophie GYSELYNCK, Flämischer Kindersegen, in: ADVN-Mitteilungen, 2018.
Wissenswertes
- Jan De Wilde hat 1970 ein Lied über Herman De Vos gemacht[8], dieses Lied trägt den Titel: W.H. Winsel (Er hat den Namen in Willem Herman Winsel geändert).
- An der Stelle, an der De Vos liquidiert wurde, wurde 1994 eine Gedenktafel enthüllt.
- 2017 wurde eine neue Straße in Aalst nach ihm benannt: Herman de Vosstraat.[1]
Verweise
- ↑ einb(NL) Herman De Vosstraat ist der neue Name für Kleingarten.... Persregiodender.be (13. Mai 2017). Zugegriffen unter 1. Januar 2021.
- ↑G. VAN BOCKSTAELE. Das Saint-Martin-Institut, 1881-1980, p. 139/140.
- ↑J. GHYSENS. Aalst 1940-44. Eine Stadt unter deutscher Besatzung, S. 277, 294.
- ↑ einbcdef(NL) Der Terror der fliegenden Brigade: Vom Widerstand zur Privatmiliz. Der Standard. Zugegriffen unter 2. Januar 2021.
- ↑(NL) Geert Clerbout, Und jetzt zahlen sie: Repression gegen Schwarze in Flandern nach dem Zweiten Weltkrieg. Halewyck, Van Publishers (2015-03-18). ISBN 978-94-6131-396-6 .
- ↑W. VAN DER SPIEGEL. (Un-)Fahrlässigkeit und Geldstrafen: Kollaboration, Repression und Epuration in zwei katholischen Grundschulen in Aalst (1940-1962). -Het Land van Aalst, jrg.LII, 2001, Nr. 2, S. 104
- ↑W. VAN DER SPIEGEL. Straßenschild für SMI-Lehrer. - Kontakt, Nr. 258, Jan. 2018, s. 12-13
- ↑ einbcd(NL) Marc Reynebeau, Wie der Widerstand in Aalst einen schlechten Ruf bekam. www.nieuwsblad.be. Zugegriffen unter 1. Januar 2021.
- ↑J. GHYSEN. Die deutsche Besatzung in Aalst, 1940-44, S.107-110.
