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hypergool bezeichnet man zwei Stoffe, die sich bei Kontakt spontan entzünden. Die bekannteste Anwendung findet sich in der Luft- und Raumfahrt, wo hypergolische Raketentriebwerke weit verbreitet sind.
Der Begriff hypergolisch wurde erstmals während der Zweiter Weltkrieg in dem Deutsche Raketenbauprogramm: hyperergon (griechisch vor dem Arbeit) ol (aus Oleum, Latein vor dem Öl).
Einsatz in der Luft- und Raumfahrt
Obwohl hypergolische Substanzen normalerweise schwer zu handhaben sind (explosiv, korrosiv und oft giftig), hat ihre Verwendung für Raketentriebwerke viele Vorteile, insbesondere eine hohe Zuverlässigkeit und Einfachheit. Eine Zündvorrichtung ist nicht notwendig, da ein hypergolischer Raketentriebwerk immer startet, was für obere von großer Bedeutung ist Raketenstufen und für Raketen. Sobald sich die Stoffe im Brennraum vermischen, reagieren sie, sodass sich kein überschüssiger Kraftstoff im Brennraum ansammeln kann, was katastrophale Folgen haben könnte (sog. „Hardstart“). Die Speicherung der am häufigsten verwendeten hypergolischen Kraftstoffe ist bei normaler Temperatur und Druck möglich, im Gegensatz zur Speicherung von flüssigem Wasserstoff und Sauerstoff. Daher wird hypergolischer Treibstoff häufig für Raketentriebwerke verwendet, die nach der Startphase verwendet werden sollen.
Hypergolische Kraftstoffkombinationen
Hydrazin-Derivate mit Distickstofftetraoxid sind die einzigen hypergolischen Kraftstoffe, die noch verwendet werden. Obwohl sie giftig sind, können sie ohne Kühlung über einen längeren Zeitraum gelagert werden.